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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Philipp Zefferer (2014): Beitrag der unterschiedlichen Grünlandnutzungen hinsichtlich Artenvielfalt, Futterertrag und Futterqualität sowie der ökonomischen Situation auf einem österreichischen Grünlandbetrieb.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 95. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Ziel dieser Arbeit war es, die unterschiedlichen Beiträge der jeweiligen Grünlandnutzungsformen hinsichtlich Artenvielfalt, Futterertrag und Futterqualität sowie der ökonomischen Situation auf einem obersteirischen Milchviehbetrieb darzustellen. Alle dafür relevanten Untersuchungen wurden in Zusammenarbeit mit dem LFZ-Raumberg-Gumpenstein durchgeführt. Aufgrund der standortangepassten Bewirtschaftung wurde auf der gesamten untersuchten Fläche eine β-Diversität von 138 Pflanzen festgestellt. Die höchste α-Diversität (80 Gefäßpflanzen) erreichte ein nach Süden exponierter Magerrasen, der als Dauer-/Hutweide genutzt wird. Trotz der intensiveren Bewirtschaftung der Wirtschaftsgrünlandflächen konnten auf ihnen zwischen 34 und 53 Pflanzenarten vorgefunden werden. Obwohl die Feuchtwiesen nur extensiv genutzt werden, konnten sie keine höhere β-Diversität als die Wirtschaftswiesen vorweisen. Heu von den Wirtschaftsgrünlandflächen lässt sich aufgrund der Futterhygiene und Futterqualität (Ø 5,23 MJ NEL/kg TM) sehr gut in der Milchviehfütterung und der Kälberaufzucht einsetzen. Diese Flächen sind daher für den Betrieb von sehr großer wirtschaftlicher Bedeutung. Das Heu der Feuchtwiesen konnte infolge des typischen Sauergräserbestandes nur sehr geringe Inhaltsstoffe aufweisen (Ø 3,95 MJ NEL/kg TM). Der Einsatzbereich beschränkt sich daher auf die Kalbinnen- und Trockensteherfütterung. Mit über 45.000 MJ NEL/ha hatten die Kunstwiesen die höchsten Qualitätserträge, gefolgt vom Wirtschaftsgrünland (Ø 33.400 MJ NEL/ha) und den Feuchtwiesen (Ø 24.695 MJ NEL/ha). Mit unter 20.000 MJ NEL/ha wiesen die Dauer-/Hutweiden und eine Streuwiese die geringsten Qualitätserträge auf. Die Qualitätserträge bestimmen auch maßgeblich die monetäre Leistung der verschiedenen Nutzungstypen. Derzeit können am untersuchten Betrieb geringere Qualitätserträge weder durch Förderungen noch durch Kosteneinsparungen aufgrund von Nutzungsreduktionen kompensiert werden.

Beurteilende(r):

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