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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Ingrid Garbelotto (2015): Einfluss der Fahrgassenbegrünung auf die Weinqualität in Neusiedl am See, Burgenland..
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Ingenieurbiologie und Landschaftsbau (IBLB), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 167. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss der Fahrgassenbegrünung auf die Weinqualität der Weinsorte Rheinriesling und Blaufränkisch in Neusiedl am See im Jahr 2014. Hierfür wurden drei verschiedene Bodenbearbeitungsvarianten (Strohabdeckung, Neubegrünung und Dauerbegrünung) miteinander verglichen. Die Untersuchungen erfolgten am Boden, an der Rebe und an der Vegetation. Most- und Weinanalysen sowie eine abschließende sensorische Weinanalyse gaben Auskunft über die jeweilige Weinqualität. Weißweinsorte Rheinriesling: Bei der Blattanalyse konnten keine großen Unterschiede zwischen den Varianten festgestellt werden. Die Mostanalyse ergab, bei den Trauben der Variante Dauerbegrünung das höchste Mostgewicht. Bei der sensorischen Weinanalyse wurde der Wein der Variante Strohabdeckung als Bester bewertet, knapp gefolgt durch einen Punkt Unterschied von der Variante Dauerbegrünung. Der Wein von der Variante Neubegrünung wurde als schlechtester bewertet. Bei der Variante Strohabdeckung wurde die höchste Individuendichte bei den Regenwürmern ermittelt. Rotweinsorte Blaufränkisch: Die Blattanalyse zeigte nur geringe Unterschiede zwischen den Varianten. Bei der Mostanalyse wurde das höchste Mostgewicht bei der Variante Dauerbegrünung gemessen. Bei der sensorischen Weinanalyse wurde der Wein der Variante Dauerbegrünung am besten bewertet. Die Variante Strohabdeckung wurde mit nur einem Punkt Unterschied als zweitbester Wein bezeichnet. Der Wein von der Variante Neubegrünung lieferte auch beim Blaufränkischen den schlechtesten Wein. Die meisten Regenwürmer wurden bei der Variante Strohabdeckung gezählt. Eine Strohabdeckung könnte, besonders in erosionsgefährdeten Bereichen, eine Alternative zum offen gehaltenen Boden sein. Ökologisch wertvoller und billiger im Pflegeaufwand ist jedoch eine Dauerbegrünung. Dafür müsste allerdings eine bessere Artenzusammensetzung angestrebt werden, als hier vorgefunden worden ist.

Beurteilende(r): Florineth Florin

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