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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Eva Jeitler (2015): Zeitliche Variation der Gasdiffusion und Bodenatmung im Vergleich bei Pflugwirtschaft zu Direktsaat.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 82. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Diese Arbeit beurteilte den Einfluss zweier unterschiedlicher Bodenbearbeitungssysteme (Pflugwirtschaft und Direktsaat) auf die räumliche und zeitliche Variation der Gasdiffusion und Bodenatmung. Als Versuchsfläche diente der Langzeitversuch der Landwirtschaftlichen Fachschule Hollabrunn. Für die Überprüfung der Gasdiffusion bei unterschiedlicher Wasser-sättigung wurden im März 2014 entlang eines Transekts über Pflugwirtschaft und Direktsaat 29 Bodenproben entnommen, deren Gasdiffusion bei 5 bestimmten Wassersättigungsstufen gemessen wurde. Diese Proben dienten auch der Feststellung der hydraulischen Eigenschaften (Wasserleitfähigkeit und Matrixpotentialkurve). Von April bis August 2014 wurden wöchent-lich entlang eines Transekts über Pflugwirtschaft und Direktsaat an 12 Messpunkten Bodenat-mung und Bodentemperatur gemessen, sowie Bodenproben zur Bestimmung von Gasdiffu-sion, Wassergehalt und Lagerungsdichte entnommen. Die Direktsaat wies höhere Lagerungsdichten und höhere Wassergehalte im Vergleich zur Pflugwirtschaft auf. Ein Vergleich der Matrixpotentialkurven zeigte bei Pflugwirtschaft im stark gesättigten Bereich höhere Wassergehalte und mit sinkendem Matrixpotential höhere Wassergehalte als bei Direktsaat. Die Wasserleitfähigkeit unterscheidet sich kaum zwischen den Bearbeitungssystemen. Weiters war ersichtlich, dass die Gasdiffusion bei Direktsaat so-wohl bei unterschiedlicher Wassersättigung als auch bei zeitlicher Variation signifikant nied-riger war als bei Pflugwirtschaft. Zusätzlich zeigte sich eine negative Korrelation zwischen Wassergehalt und Gasdiffusion, wie auch zwischen Lagerungsdichte und Gasdiffusion. Schwierig war die Interpretation der Ergebnisse der Bodenatmung. Da hier zum Teil sehr ge-ringe Werte ermittelt wurden, sind diese Ergebnisse möglicherweise nicht repräsentativ. Die Hypothese, dass Messpunkte, die eine langsame Gasdiffusion aufweisen, ebenso einen gerin-gen Kohlendioxidausstoß zeigen, konnte nicht ausreichend untersucht werden.

Beurteilende(r): Liebhard Peter
1.Mitwirkender: Schwen Andreas

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