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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Iris Altfahrt (2015): Gärtnerische Aneignungen im städtischen Freiraum Wien Möglichkeiten und Pflanzenverwendung des Urban Gardening in Wien.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp ix,143+175. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Ziel der Forschung ist es, die Gesamtheit an Formen und Varianten von gärtnerischen Aneignungen im städtischen Freiraum Wiens aufzuspüren und in Hinblick auf Pflanzenverwendung und Organisation zu beschreiben. Zuerst werden Begriffe zum Thema Urban Gardening welche in deutscher als auch englischer Literatur erwähnt werden, erfasst. Dabei werden die 71 Begriffe in insgesamt 15 Kategorien eingeteilt, welche für verschiedene aktuelle oder historische gärtnerische Aneignungsformen stehen. Die Kategorien werden für die Wiener Situation analysiert, wobei in Wien alle 15 Kategorien nachgewiesen werden können, und - an die reale Situation angepasst - neu definiert. Danach werden die in Wien gefundenen Projekte der Kategorien Mobile Beete, Baumscheibenbegrünung und Gemeinschaftsgärten hinsichtlich Pflanzenverwendung mit Hauptaugenmerk auf Nutz- bzw. Zierpflanzen untersucht. Mit den Möglichkeiten Garteln ums Eck und Mobile Beete gibt es wienspezifische Aneignungsformen. Die Aneignungsformen in Wien sind jedoch schon stark institutionalisiert und deshalb in Zukunft vielleicht nur mehr bedingt als Aneignung in Lefebvres Sinne vom Recht auf Stadt zu betrachten. Die meisten aktuellen Gemeinschaftsgärten in Wien sind durch private Initiativen aus sozialen Motiven in öffentlichen Parkanlagen entstanden. Trotzdem ist weniger als die Hälfte der Gärten öffentlich zugänglich. In Hinblick auf die Pflanzenverwendung werden 39 Gemeinschaftsgärten, fast 400 Baumscheibenbegrünungen und 94 Mobile Beete verglichen. Dabei fällt auf, dass die Gemeinschaftsgärten und Mobilen Beete zu mehr als 50 % Nutzpflanzen aufweisen, während auf den Baumscheiben zu 91 % Zierpflanzen wachsen. Die Untersuchung im Hinblick auf die Pflanzenverwendung stellt eine Momentaufnahme in der Vegetationsperiode im Jahr 2014 dar. Von den Anfängen der Forschung zu dem Thema im Jahr 2006 bis zu dieser Untersuchung hat sich die Pflanzenverwendung in Gemeinschaftsgärten von Zieraspekt hin zum Nutzaspekt stark gewandelt.

Beurteilende(r): Kaul Hans-Peter
1.Mitwirkender: Plenk Sabine

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