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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Julia Altenberger (2015): Auswirkungen der Bewirtschaftung sowie Vergleich der Fördersysteme in Bezug auf die Hinterlachalm.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 150. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
In den Jahren 2014 und 2015 wurde untersucht, wie sich die Bewirtschaftung der Hinterlachalm im Hollersbachtal im Nationalpark Hohe Tauern in pflanzenbaulicher und ökonomischer Sicht auswirkt. Es wurden Bodenproben analysiert,der Pflanzenbestand bewertet sowie eine Stickstoffbilanz erstellt. Für die ökonomische Betrachtung der Alm wurde ein Vergleich der Fördersysteme (2007 - 2014 und 2015 - 2020) angestellt. Der durchschnittliche pH- Wert liegt bei 3,6- was als sehr sauer gilt. Die Flächen sind mit den Hauptnährstoffen Stickstoff, Phosphor und Kalium stark unterversorgt, was die Folge der extensiven Nährstoffrückführung über Jahrhunderte ist. Der durchschnittliche Humusgehalt liegt bei 14%, was weit über den Optimalwerten von 3- 7% im Grünland liegt. Bei der Pflanzenbestandsbewertung konnten mehr als 50 Arten bestimmt werden. Zu den wertvollsten Futterpflanzen gehören das Alpenrispengras (Poa alpina) oder der Goldpippau (Crepis aurea). Insgesamt stehen 1.050.000 MJ NEL zur Verfügung.Der „Verbrauch“ beträgt 856.000 MJ NEL, somit besteht ein Energieüberschuss von fast 200.000 MJ NEL, mit dem weitere 40 Stück Jungvieh versorgt werden könnten. Die Weidetiere entziehen dem Boden 3.200 kg Stickstoff über das Eiweiß im Futter. Durch die Ausscheidungen der Tiere werden lediglich 2.436 kg Stickstoff rückgeführt, somit ist die Stickstoffbilanz mit 764 kg auf den 260 ha Almfutterfläche negativ. Bei der ökonomischen Betrachtung konnte herausgefunden werden, dass sich das Einkommen aus öffentlichen Geldern im Jahr 2015 um 2,75% steigern wird. Durch das Ausnützen des Ertragspotenziales der Alm kann der Deckungsbeitrag um 67% gesteigert werden. Mit diesen Erhebungen und Berechnungen soll aufgezeigt werden, wie wichtig die Almwirtschaft für den Heimbetrieb „Ammertalhof“ ist und welche unausgenützten Potenziale der Hinterlachalm in Zukunft noch ausgeschöpft werden können, ohne dabei die so wertvolle und schöne „Almökologie“ zu beeinträchtigen.

Beurteilende(r):
1.Mitwirkender: Kantelhardt Jochen

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