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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Tassilo Heller (2016): Wachstum von Fichte und Lärche im Rein- und Mischbestand im Vinschgau.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Waldwachstum (WAFO), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 75. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Vergleich von Rein- und Mischbeständen aus Fichte (Picea abies [L.] Karst) und Lärche (Larix decidua MILL.) auf subalpiner Höhenstufe (1600-1800 m ü. NN) am Nördersberg im Südtiroler Vinschgau. Der Fokus liegt dabei auf der Untersuchung, inwieweit sich die Rein- und Mischbestände hinsichtlich Produktivität, langfristigem Wuchsverhalten und Klimaresilienz unterscheiden. Der Standort des Versuchsgebietes kann aufgrund der gegebenen klimatischen Verhältnisse (hohe Temperaturen, wenig Niederschlag, häufige Trockenereignisse) als ungünstig betrachtet werden. Für die Überprüfung der Frage, ob positive oder negative Mischungseffekte in Fichten-Lärchen-Mischbeständen auftreten, wurden im Sommer 2014 drei Triplets mit insgesamt neun Versuchsparzellen angelegt. Ein Triplet bestand aus zwei Fichten/Lärchen-Reinparzellen und einer Fichten-Lärchen-Mischparzelle. (i) Es zeigt sich, dass die Fichte im Mischbestand eine Produktivität (laufender Volumenszuwachs [m3 ha-1 Jahr-1]) von -11% und +10% im Vergleich zum Reinbestand aufweist. Die Lärche leistet in Mischung zwischen -13% und +25% mehr Volumenszuwachs als im Reinbestand, wobei hier die Standortgüte eine essentielle Rolle spielt. (ii) Bei der Untersuchung des langfristigen Wuchsverhaltens wird deutlich, dass am Nördersberg vor allem junge Fichten-Lärchen-Mischbestände den Reinbeständen überlegen sind. (iii) Das Reaktionsmuster der zwei Baumarten auf die Trockenjahre 1976 und 1980 offenbart, dass die Lärchen-Mischbestände mit häufig hintereinander auftretendem Trockenstress besser zurechtkommen als die Lärchen-Reinbestände. Die Fichten-Mischbestände puffern Dürreperioden ebenfalls effektiver als die Reinbestände ab, reagieren jedoch sensibler als die Lärche auf häufiger hintereinander auftretende Trockenereignisse.

Beurteilende(r):
1.Mitwirkender: Sterba Hubert

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