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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Martin Pfemeter (2015): Untersuchungen zur Strömungserosion an rückgebauten Ufern im Nationalpark Donauauen.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Wasserwirtschaft, Hydrologie und konstruktiver Wasserbau (IWHW), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 216. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Berechnung von Strömungserosion und ihren Auswirkungen auf Uferböschungen. Die untersuchten Böschungen befinden sich im Nationalpark ‘Donau-Auen’ im Gemeindegebiet Hainburg. Durch die Initiierung natürlicher Aufweitungsprozesse in diesem Gebiet ist die Abschätzung der möglichen Erosion von hohem Interesse, da eine zu große Verbreiterung des Querschnittes neben dem positiven Effekt der Sohlhebung auch negative Auswirkungen auf den Schiffsverkehr haben kann. Auf der Widerstandsseite wurden Parameter zur Quantifizierung der Resistenz der Böschung gegen die Strömungserosion erhoben. Hier wurde im Besonderen der Mini Jet Test Apparat eingesetzt und die dahinterstehende Theorie näher beleuchtet. Mit den durch ihn gewonnenen Daten lassen sich der Erodibilitätskoeffizient und die kritische Schubspannung eines Sedimentes ermitteln. Zur Berechnung der erosionsverursachenden Schubspannung wurde eine die Oberflächentopographie berücksichtigende Methode verwendet. Mit ihr wird die schubspannungsvermindernde Wirkung von durch Oberflächenunregelmäßigkeiten hervorgerufenen Wirbeln berücksichtigt. Dies setzt eine genaue Analyse der Ufergeometrie und eine darauf beruhende mathematisch definierte Vereinfachung der selbigen voraus. Mit Hilfe der Grenzschichttheorie und des Wandgesetzes wird der auf die Oberfläche wirkende „Skin Drag“ berechnet. Dieser bewirkt die Erosion des Sedimentes und geht in die Berechnung der Erosionsraten ein. Bei der Berechnung der Erosionsraten wurden die Ergebnisse der Einwirkungs- und Widerstandsseite vereint und ihre Rolle im Erosionsprozess analysiert. Basierend auf natürlichen Abflussganglinien wurden potentielle Erosionsraten einzelner Schichten von bis zu 6,5cm pro Stunde ermittelt. Des Weiteren wurden sowohl Zusammenhänge zwischen den beiden Erosionsparametern als auch der beiden Parameter mit charakteristischen Werten der Korngrößenverteilung und dem Durchlässigkeitsbeiwert gefunden.

Beurteilende(r): Habersack Helmut
1.Mitwirkender: Klösch Mario

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