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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Leander Sützl (2015): Analysis of resinous residues.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung für Chemie nachwachsender Rohstoffe, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 119. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
In den letzten Jahren stieg das Interesse an Holzextraktstoffen stark an, da sie einen potentiellen Ersatz für Erdölchemikalien darstellen und als Rohmaterialien in verschiedenen Industriezweigen verwendet werden können. In der Zellstoff- und Papierindustrie waren Holzextraktstoffe schon immer relevant, da sie sich einerseits negativ auf die Produktqualität auswirken können und andererseits einen ökonomischen Faktor in der Nebenproduktverwertung darstellen. Außerdem ist bekannt, dass Holzextraktstoffe, vor allem Sterole, Fettsäuren und Harzsäuren, schädlich für aquatische Lebewesen sind und deshalb die Kontrolle und Behandlung von Abwasserströmen aus Papierfabriken immer wichtiger wird. In dieser Arbeit wurden sechs unbekannte Proben (A bis F) von vier unabhängigen Partnerfirmen analysiert. Die Proben A bis C waren Harzrückstände aus dem Produktionsprozess und D bis F waren organische Extrakte von Zellstoff oder Abwässern. Um die organische und anorganische Zusammensetzung der Proben möglichst umfassend zu bestimmen, wurden Methoden verwendet, die verschiedene spektroskopische- und chromatografische Techniken miteinander verbinden. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Hochleistungsdünnschichtchromatographie (HPTLC) gelegt, die es ermöglicht, auf einfache Weise Einzelkomponenten aus einer komplexen Mischung zu bestimmen. Die Proben D bis F bestanden hauptsächlich aus typischen Holzextrakten wie Harzsäuren, vor allem Abietane und Pimarane, und verschiedenen Fettsäuren. Die Proben A bis C waren sehr unterschiedlich und wiesen alle einen anorganischen Anteil von 40-70% auf. Probe A enthielt vor allem Palmitinsäure und viel Silikon, das aus einem Additiv stammte. Probe B enthielt hohe Mengen an CaCO3, Betulin und Betulinderivaten. Zusätzlich wurde eine einfache Methode zur Aufreinigung von Betulin entwickelt. Probe C bestand hauptsächlich aus Talk der während des Produktionsprozesses zugeführt wurde.

Beurteilende(r): Potthast Antje
1.Mitwirkender: Böhmdorfer Stefan

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