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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Marlies Glanzer (2018): Arbeitssituation des Almpersonals in Kärnten.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Landtechnik, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 99. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Für das Leben und Arbeiten auf der Alm sind eine gute Zusammenarbeit und ein konfliktfreies Miteinander zwischen AlmbewirtschafterInnen und –personal wichtige Bestandteile. Konflikte können dazu führen, dass das Almpersonal den Almsommer abbricht. Ziel der Arbeit war daher das Erheben von Konfliktpotenzialen zwischen AlmbewirtschafterInnen und –personal beim Arbeiten und Leben auf der Alm sowie die Erarbeitung von Lösungsvorschlägen für eine harmonische Zusammenarbeit. Um die Arbeitssituation des Almpersonals zu erfassen, wurden neben Konfliktindikatoren zusätzlich das Beschäftigungsverhältnis, die Entlohnung, die Arbeitszeit sowie der Mechanisierungsgrad der Tätigkeitsbereiche und die psychische sowie körperliche Beanspruchung erhoben. Des Weiteren wurden die Beweggründe für den Arbeitsbeginn auf einer Alm, die Kriterien der Almauswahl sowie bei der Auswahl des Almpersonals erfragt. Zwischen den ausgewählten Almen zeigten sich beträchtliche Unterschiede bei der Einschätzung in der geleisteten Arbeitszeit des Almpersonals, welche auf die unterschiedlichen Tätigkeiten und Mechanisierung zurückzuführen sind. Die höchsten körperlichen Beanspruchungen stellten für das Almpersonal die Arbeitsbereiche „Milchverarbeitung“ und „Stallarbeit“ dar. Die „Arbeitsbedingungen“ verursachten beim Almpersonal am häufigsten eine psychische Überforderung. Um sowohl die körperliche als auch psychische Belastung zu reduzieren, könnten Optimierungsmaßnahmen bei der Mechanisierung durchgeführt werden. Die Konfliktindikatoren „Persönlichkeit sowie Charakter“ und „Keine klaren Vereinbarungen“ bedingten beim Almpersonal sowie bei den AlmbewirtschafterInnen die höchsten Konfliktpotenziale. Um Konflikte und Missverständnisse zu vermeiden, sind im Vorhinein zwischen AlmbewirtschafterInnen und –personal klare Vereinbarungen zu treffen. Auch auf die Kommunikation und den persönlichen Kontakt ist zu achten, um die Zusammenarbeit zu fördern und Probleme möglichst rasch aufzugreifen und zu lösen.

Beurteilende(r): Quendler Elisabeth
1.Mitwirkender:

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