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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Arnoud Joris Maaswinkel (2016): Adaptation and Implementation of SALCA-SQ for Quality Analysis of Agricultural Soils in Austria.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 99. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Obwohl die Bodenqualität (SQ) landwirtschaftlich genutzter Flächen eine wesentliche Rolle für den Nachhaltigkeitsaspekt spielt, existieren zurzeit nur wenige Ökobilanzierungs- (LCA)-Methoden, bei denen SQ berücksichtigt wird. Daher wurde das Swiss Agricultural Life Cycle Assessment (SALCA)-SQ-Modell entwickelt, bei dem sich SQ aus mehreren, in der Praxis direkt messbaren Indikatoren zusammensetzt. Zeitlich und finanziell bedingt lassen sich diese jedoch nicht auf größerem Maßstab messen, weshalb sie anhand von standortspezifischen, indirekten SQ-Indikatoren abgeschätzt werden müssen. Ziel dieser Arbeit war es, das bereits existierende SALCA-Modell an österreichische Gegebenheiten anzupassen. Deshalb wurde mithilfe einer statistischen Clusteranalyse eine Neuklassifizierung von Klimatypen (TOCs) durchgeführt, Bodenfeuchtestufen (SMLs) wurden neu definiert und Klimaeignungszonen (CSZs) in Abhängigkeit der vorherrschenden Vegetationsdauer österreichischen Standorte zugewiesen. Die Anwendbarkeit des angepassten Modells wurde mithilfe von Datensätzen zu fünf Feldversuchen in Österreich validiert und die SQ dreier Praxisbetriebe abgeschätzt. Statistische Analysen ergaben, dass sich alle drei der neu klassifizierten TOCs signifikant (p < 0,05) von den ursprünglichen Definitionen unterscheiden. Die SMLs konnten innerhalb dieser Arbeit aufgrund einer ungeeigneten Methode nicht angepasst werden. Eine Karte mit CSZs für Österreich wurde angelegt, welche jedoch für Berglandgebiete unpräzise ist, da dort große Schwankungen in der Vegetationsdauer auftreten. Die Validierung zeigte, dass sich Bodenbearbeitung und Fruchtfolgegestaltung vor allem auf das Grobporenvolumen, die Aggregatstabilität, die mikrobielle Biomasse und die mikrobielle Aktivität auswirken. Zur Überprüfung des angepassten Modells musste von teilweise unpräzisen Annahmen ausgegangen werden. Eine Weiterentwicklung des Modells wird befürwortet, welches nur mit Fachkenntnissen und Sorgfalt eingesetzt werden sollte.

Beurteilende(r): Bodner Gernot

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