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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Stefan Kammlander (2016): Analyse pflanzenbaulicher Parameter von Winterleguminosen (Ackerbohne und Erbse) im Vergleich zu Sommerleguminosen im pannonischen Klimaraum.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 89. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Auf einem Versuchsfeld der Versuchswirtschaft Groß-Enzersdorf der BOKU Wien in der Region Marchfeld wurde ein zweijähriger Versuch (2013/14 und 2014/15) mit Winterleguminosen (Wintererbsen und Winterackerbohnen), Sommerleguminosen (Sommererbsen und Sommerackerbohnen) und Vergleichskulturen (Winterhafer und Wechselweizen) durchgeführt. Ziel der Arbeit war es, die pflanzenbaulichen Parameter von Sommerleguminosen mit Winterleguminosen zu vergleichen. Analysiert wurden die Parameter Überwinterung, Ertrag, Ertragsstruktur, Stickstofffixierung der Pflanze und im Boden. Für den Versuch wurden zwei Winterackerbohnensorten und eine Sommerackerbohnensorte in unterschiedlichen Saatstärken, weiters sechs Wintererbsensorten und eine Sommererbse verwendet. Als Referenzpflanze für die Stickstofffixierungsleistung und Überwinterung dienten die Arten Winterweizen und Winterhafer. Durch die milden Winter 2013/14 und 2014/15 gab es beinahe keine Auswinterungen bei den Winterformen. Die Trockenmasseerträge und Kornerträge der Winterformen lagen sowohl bei den Wintererbsen als auch bei den Winterackerbohnen deutlich über jenen der Sommerungen. Bei den unterschiedlichen Saatstärken der Winterackerbohnen zeigten sich nur geringe Unterschiede in den Biomasseerträgen zwischen der niedrigen und hohen Saatstärke, da die Ackerbohnen bei geringerer Saatstärke die Erträge mittels einer höheren Anzahl an Trieben pro Pflanze und Hülsen pro Trieb ausgleichen konnten. Bei der Sommerackerbohne konnte diese Ertragsstruktur durch die kürzere Vegetationsperiode nicht ausgeglichen werden. Bei den Stickstoffgehalten gab es nur geringe Unterschiede zwischen Winter- und Sommerformen, jedoch waren die Stickstofferträge der Winterformen deutlich höher. Der Stickstoffgehalt im Boden lag im Vergleich zu den Referenzpflanzen ebenfalls signifikant höher. Eine positive Stickstoffbilanz erreichten aber dennoch nur wenige Leguminosen. Die Ergebnisse dieses Versuches haben gezeigt, dass Winterleguminosen im pannonischen Klimaraum eine sehr gute Alternative zu den Sommerformen sind, sofern die Wintertemperaturen nicht zu tief fallen. Durch die längere Vegetationsperiode können höhere Erträge erzielt und geringere Saatstärken ausgeglichen werden.

Beurteilende(r): Kaul Hans-Peter
1.Mitwirkender: Neugschwandtner Reinhard

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