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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Alexandra Knoll (2021): Vergleich einer extensiven mit einer intensiven Wiesenbewirtschaftung im Hinblick auf Pflanzenbestand, Ertrag, tierische Leistungen und Wirtschaftlichkeit.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 88. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Ein Langzeitexperiment in Raumberg-Gumpenstein vergleicht verschiedene Schnittvarianten (2-6 Schnitte pro Jahr) mit zwei verschiedenen Düngevarianten (PK-Düngevariante und NPK-Düngevariante). Betrachtet man die Erträge der verschiedenen Varianten, ergeben sich Unterschiede wie der Boden, die Nährstoffe, die Pflanzenbestände und die Futterinhaltsstoffe reagieren. Die Artengruppen verhalten sich unterschiedlich bei den Düngevarianten. Bei der Artengruppe der Kräuter ist die Artenvielfalt am höchsten, gefolgt von den Gräsern und den Leguminosen. Der Futterertrag ist bei den NPK-Düngevarianten höher, aber es gibt auch Unterschiede bei den Schnittvarianten. Der Rohfasergehalt ist umso höher, je geringer die Schnittanzahl pro Fläche ist. Der Rohproteingehalt, der Rohfettgehalt, der Rohaschegehalt und der Energiegehalt verhalten sich entgegengesetzt und nehmen mit der Schnittanzahl zu. Der Tierbesatz der Versuchsflächen wurde mittels raufutterverzehrender Großvieheinheiten (=RGVE) berechnet. Die Besatzdichte liegt dabei zwischen 0,6 RGVE und 1,7 RGVE. Die Anzahl an RGVE liegt bei den PK-Düngevarianten niedriger als bei den NPK-Düngevarianten. Werden die Nährstoffzufuhren dem Nährstoffentzug gegenübergestellt, ergeben sich bei allen Tierarten (Rinder, Schafe und Ziegen) und Leistungsstufen negative Bilanzen. Dabei nimmt das Nährstoffungleichgewicht mit steigender Schnittanzahl zu. Die Milchleistung je Tier und Tag liegt zwischen 10 kg Milch und 17 kg Milch und nimmt mit der Schnittanzahl der Versuchsvarianten zu. Die Herdenleistungen sind jedoch bei den extensiven Versuchsvarianten höher als bei den intensiven Versuchsvarianten. Das Milchentgelt wird durch den Energiegehalt des Grundfutters und somit dem möglichen Fettgehalt begrenzt. Das Entgelt ist bei den Schnittvarianten mit NPK-Düngung höher, als bei den Schnittvarianten mit PK-Düngung. Dabei fehlen jedoch die Zusatzentgelte in Form von Agrarförderungen und anderen Programmen und Richtlinien.

Beurteilende*r:
1.Mitwirkender: Zollitsch Werner

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