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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Luana Maren Lang (2016): Einfluss der unterschiedlichen Nutzungsformen im Grünland im Hinblick auf das Ernährungspotential für die Honigbiene (Apis mellifera).
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 144. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die durch Imker erfahrene Rückläufigkeit der Nahrungsgrundlage für Bienen in der Landwirtschaft steht dem steigendem Druck auf Landwirte, eine immer höhere Produktivität zu erbringen, gegenüber. Dieser Interessenskonflikt ist auch in der Grünlandwirtschaft bemerkbar. Dass die Nutzungsart und -häufigkeit im Zusammenhang mit der Artenvielfalt steht, wurde bereits wissenschaftlich belegt. Von April bis September 2015 wurden die blühenden Pflanzenarten auf zwei Transekten im Ennstal mit insgesamt neun Versuchsflächen bestimmt und gezählt, sowie deren Flächendeckungsgrad (FDG) geschätzt. Die Erhebungen fanden wöchentlich statt. Die Flächen umfassten Einschnitt-, Zweischnitt-, Dreischnitt, Vierschnittwiesen, eine Mähweide und eine Dauerweide. Mittels der erhobenen Daten wurden statistische Auswertungen über die Unterschiede zwischen den einzelnen Nutzungsarten in Berg- und Tallage erstellt. Festgestellt wurde, dass es eine unterschiedliche Anzahl von blühenden Pflanzenarten auf den verschiedenen Nutzungsformen gibt. Die Berglage hatte allgemein eine höhere Artenvielfalt zu verzeichnen als die Tallage. Zusätzlich konnte auf der Berglage ein höherer Mittelwert an Flächendeckungsgrad nachgewiesen werden. Auch die Auswirkung der Mähintervalle konnte bei ähnlich bewirtschafteten Flächen gut aufgezeigt werden. Vor allem das gleichzeitige Schneiden mehrerer Flächen hat einen starken Einfluss auf einen kontinuierliche FDG blühender Pflanzenarten eines Transekts. Durch das Versetzten der Mähtermine können so Rückzugsplätze für die Honigbiene geschaffen werden. Erst ein ausgewogenes Mosaik der Bewirtschaftung, sowie die versetzte Mahd ergibt einen Weg, der auf der einen Seite für den Landwirt wirtschaftlich und futterqualitativ umsetzbar und vertretbar ist, auf der anderen Seite einen Mehrwert für Apis mellifera bietet und somit dem Imker und zu guter Letzt der Allgemeinheit zu Gute kommt.

Beurteilende(r):
1.Mitwirkender: Zollitsch Werner

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