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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Most Tania Karim (2017): The influence of Gibberellic Acid on Essential Oil Production in Thyme (Thymus vulgaris L., Lamiaceae).
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 50. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Ätherische Öle (EO) sind pflanzliche Sekundärstoffe, die zu den wichtigsten Rohmaterialien in der Parfüm- und Aromenindustrie zählen. Die Produktion von ätherischem Öl in der Pflanze ist nicht nur abhängig von der Genetik der Pflanze, sondern auch von Umwelteinflüssen. Wachstumsregulatoren können sowohl das Wachstum der Pflanze als auch die Bildung an ätherischem Öl beeinflussen.Der Thymian (Thymus vulgaris L., Lamiaceae) ist eine der wichtigsten Arznei- und Gewürzpflanzen aufgrund seiner antioxidativen, antimikrobiellen, antiseptischen und einigen medizinischen Aktivitäten, wie etwa antimutagener Aktivität verwendet. Die für die Aktivität verantwortlichen Inhaltsstoffe sind dabei hauptsächlich Monoterpene (Teil des ätherischen Öles wie etwa Thymol und Carvacrol), phenolische Diterpene (Rosmarinsäue) und Flavonoide (Flavone). Das bioaktive ätherische Öl wird in Thymian (aber auch in anderen Arten der Lippenblütler) in spezialisierten epidermalen Öldrüsen gebildet, die über die oberirdischen Laub- und Blütenblätter verteilt sind, und wird in einem subkutikulären Raum dieser Öldrüsen gespeichert. Der Wachstumsregulator Gibberellinsäure reguliert diverse Vorgänge in der Pflanze wie etwa der Keimung, Sprossverlängerung, Blüte, Zellteilung und –wachstum, Dormanz, Geschlechtsausbildung, Enzyminduktion und Blatt- und Fruchtseneszenz.In diesem Experiment untersuchten wir den Effekt einer externen Blattapplikation von drei Konzentrationen von Gibberellinsäure (GA3) bei zwei Thymiansorten („Deutscher Winter“ und „Varico 2“) mit der Frage, ob GA3 den Ölgehalt in Thymian erhöht. Interessanterweise führte aber die höchste GA3-Konzentration (5ppm) zu einer Verringerung des Ölgehaltes in beiden Sorten. Auf die Anzahl und Größe der Öldrüsen gab es keinen Einfluss.

Beurteilende(r):
1.Mitwirkender: Balas Johannes

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