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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Pavla Mudrakova (2017): Einfluss von Sätermin und Fruchtart sowie Deckfrucht zur Erstellung von langzeitig blühenden Ackerflächen in einer Vegetationsperiode.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 115. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die vorliegende Arbeit beurteilt 29 ausgewählte Blühfruchtarten aus dem Heil-, Gewürz- und Wildpflanzenbereich sowie aus der Gemüse- und Nutzpflanzenproduktion. Das Ziel der Arbeit war die Erstellung einer langzeitig blühenden Ackerfläche von einjährigen Blühflächen und das Aufzeigen der Bestellmöglichkeiten bei Blanksaat, Einsaat, Untersaat und Stoppelsaat zu unterschiedlichen Terminen. Die Arbeit ist in acht Kapiteln unterteilt. Im Kapitel „Ausgewählte Literatur“ werden die agrarpolitische Rahmenbedingungen für die Erstellung von Blühflächen beschrieben, weiters der aktuelle Wissensstand bezüglich der Populationen von Honigbienen und Wildbienen in der Agrarlandschaft. Zur Beurteilung aktueller Fragen wurden umfasende Feldversuche an der Versuchswirtschaft der Universität für Bodenkultur Wien in Groß Enzersdorf angelegt. Die Versuchsanlage war eine dreifaktorielle Streifen-Spalt-Anlage, welche aus vier Faktoren und drei Wiederholungen bestand. Hauptfaktor waren 29 Fruchtarten. Die Blühpflanzenarten wurden einzeln, bezogen auf Sätermin, auf Blühbeginn und Blühdauer, auf Insektenbesuch und auf ausgewählte vermarktungsfähige Erträge hin beurteilt. Die ermittelten Daten wurden varianzanalytisch (ANOVA) mit dem Statistik-Programm R ausgewertet (R Core Team, 2013). Wenige Blühfruchtarten bilden als Untersaat ausreichend viele Blütenstände und sind eine ergänzende Nahrungsquellen vor allem für die Honigbienen und Hummeln in der pollen- und nektararmen Jahreszeit. Die Ergebnisse der Arbeit zeigen, dass bei Untersaat von Boretsch im Getreide, bei Weißem Steinklee in Sonnenblume oder ein Gemenge von Ringelblume und Inkarnatklee diese eine ausreichend lange Blühzeit aufweisen und vielen Insekten eine Nahrungsquelle bieten. Zusätzlich werden gut vermarktbare Produkte produziert.

Beurteilende(r): Liebhard Peter

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