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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Birgit Zimmermann (2016): Multifunctional Open Space on the Waterfront of the Brisbane River The physical framework of the South Bank Parklands in Brisbane enables a wide range of uses, provides for a diversity of user groups and integrates a comprehensive flood risk management.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Landschaftsplanung (ILAP), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 143. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die Multifunktionalität von Freiräumen entlang von städtischen Uferzonen wurde anhand des Fallbeispiels South Bank in Brisbane, Australien, untersucht. Der Stadtteil South Bank entlang des Brisbane Rivers bietet eine Vielfalt an Nutzungsmöglichkeiten für unterschiedliche soziale Gruppen. Der Standort muss jederzeit auf ein Hochwasserereignis vorbereitet sein. Aufgrund der großen Hochwassergefahr verfügt die Stadt Brisbane über ein umfassendes Hochwasserrisikomanagement basierend auf dem 'PPRR Modell' (Vorbeugung, Vorbereitung, Reaktion, Erholung). Diese Masterarbeit untersucht die baulich-räumlichen Rahmenbedingungen von South Bank in Bezug auf die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten und das umfassende Hochwasserrisikomanagement. Das Design der Parkanlage wird durch eine gendersensible Bewertung auf ihre Brauchbarkeit für unterschiedliche NutzerInnen überprüft. Die räumliche, soziale und ökonomische Organisation des Gebietes wurde vor Ort erhoben und kartiert, und in weiterer Folge planlich dargestellt und textlich erläutert. Auf Basis der landschaftplanerischen Bewertung wurden die Planungsstrategien des Fallbeispiels evaluiert. Die Planungsmaßnahmen enthalten Kriterien in Bezug auf die Schaffung multifunktionaler Freiräume unter Einbeziehung eines Hochwasserrisikomanagement und unter Berücksichtigung gendersensibler Aspekte. Konkrete Maßnahmen wurden für das Fallbeispiel ausformuliert. Diese beinhalten eine bessere Vernetzung der Freiräume, Hochwasserschutz-maßnahmen bezüglich Gebäudeschutz und Freiraumgestaltung, sowie Maßnahmen der Erdgeschoß-zonennutzung zur Verhinderung von Angsträumen. Außerdem sollte über die Miteinbeziehung der indigenen Bevölkerung in Planungsprozesse verstärkt nachgedacht werden. Das Fallbeispiel kann aufgrund des Angebots an multifunktionalen Freiräumen, des umfassenden Hochwasserschutzmanagements und der gendersensiblen Gestaltung als ein gutes Beispiel für Freiräume an städtischen Uferzonen herangezogen werden. Die landschaftsplanerische Bewertung zeigt, dass von dem Fallbeispiel South Bank die freiraumplanerischen Maßnahmen abgeleitet werden und andere Stadtentwicklungen von der baulich-räumlichen Organisation lernen können.

Beurteilende(r): Schneider Gerda
1.Mitwirkender: Damyanovic Doris

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