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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Julia Wenger (2016): Cellulose derived chromophores in pulp and paper: Analysis with Atmospheric Pressure Ionization Mass Spectrometry and Gas Chromatographic Methods.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung für Chemie nachwachsender Rohstoffe, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 126. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die Entwicklung analytischer Methoden zur Identifizierung und Quantifizierung von Substanzen, die zur Verfärbung cellulosischer Materialien beitragen, spielt eine wesentliche Rolle für die Herstellung qualitativ hochwertiger Produkte in der Zellstoff- und Papierindustrie. Das Erforschen natürlich entstandener Chromophore in historischen Dokumenten dient dem besseren Verständnis der Alterungsprozesse. An die analytische Herangehensweise werden hohe Anforderungen gestellt, weil die bereits identifizierten Substanzen („Schlüsselchromophore“) trotz ihres Beitrags zur Vergilbung sowohl in modernem, gebleichtem als auch in historischem Zellstoffmaterial in nur sehr geringen Konzentrationen vorkommen. Auf die Erkenntnisse der sogenannten Chromophore Release and Identification (CRI) Methode stützend sollten weniger aufwendige und materialsparende Methoden entwickelt werden: Desorptions-Elektrospray-Ionisation (DESI) bzw. Ionisation mit Paper-Spray (PS) gekoppelt an ein Massenspektrometer (MS) stellen potenzielle Varianten der Chromophorenanalytik dar. Derivatisierungen im Vorfeld dienen der Steigerung von Sensitivität sowie Selektivität und wirken, so wie die Verwendung hochauflösender Massenspektrometer (HRMS), dem hohen Hintergrundrauschen von der Papiermatrix entgegen. Mehrere Derivatisierungsversuche sind durchgeführt, Kalibrationen erstellt und die Ergebnisse im Anschluss diskutiert worden. Gaschromatografie (GC) kombiniert mit einem Elektroneneinfangdetektor (ECD) nach Anwendung adäquater Derivatisierungsansätze bietet eine weitere Möglichkeit zur hochsensitiven Analytik. Für die Identifizierung der angestrebten Derivate hat sich GC mit anschließender chemischer Ionisierung gekoppelt an ein HRMS als geeignet erwiesen. Verschiedene Derivatisierungsreagenzien sind getestet und diskutiert worden. Trifluoracetylierung hat sich dabei als vielversprechendster Ansatz herausgestellt: die durchgeführte Kalibration am GC-ECD hat die Basis für weitere Untersuchungen geschaffen.

Beurteilende(r): Potthast Antje
1.Mitwirkender: Böhmdorfer Stefan

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