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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Johanna Reisinger (2018): Vermarktungschancen von in Österreich produzierten Artischocken, Süßkartoffeln und Mairübchen in Wien und im ländlichen Raum.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung Gartenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 82. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Cynara scolymus L., Ipomea batatas L. und Brassica rapa L. var. rapa subvar. majalis werden für den österreichischen Markt meist aus fernen Ländern importiert. Diese Kulturen hätten jedoch durchaus Potential, in Österreich gewinnbringend angebaut zu werden. Die vorliegende Arbeit soll deshalb die Vermarktungschancen von österreichischen Artischocken, Süßkartoffeln und Mairübchen in Wien und im ländlichen Raum überprüfen und verdeutlichen. Dafür wurde eine ausführliche Literaturrecherche über den Anbau der genannten Kulturen, deren ökonomische und ernährungsphysiologische Bedeutung und Verwendung und Faktoren für die Kaufentscheidung, Konsumtrends und Möglichkeiten zur Verbesserung der Vermarktung durchgeführt. Zudem wurden Fragebögen erstellt, die geschlossene und offene Fragen enthielten. Es wurden insgesamt 94 Teilnehmer befragt, wobei 47 in Wien und 47 im ländlichen Raum teilnahmen. Den ProbandInnen gezeigte Bilder der Kulturen sollten Aufschluss über deren Bekanntheit geben. Artischocken wurden von 66% der Befragten erkannt, Süßkartoffeln sogar von 77%, aber nur 11% konnten Mairübchen einen Namen zuordnen. Bei der Befragung stellte sich heraus, dass Süßkartoffeln jenes Gemüse seien, das am ehesten gekauft werden würde. 79% in der Stadt und 74% am Land würden diese als frische Knollen kaufen. Als Hauptgründe gaben 83% der in der Stadt Befragten den Geschmack an und 53% der am Land Befragten, dass sie Neues ausprobieren wollen. Artischocken würden 62% in der Stadt und 45% am Land frisch kaufen und Mairübchen lediglich jeweils 53%. Die Vermarktungschancen von heimischen Artischocken und besonders Süßkartoffeln stehen laut der vorliegenden Untersuchung demnach gut, während sich der Vertrieb von Mairübchen als Herausforderung gestalten könnte. Um den Verkauf der drei Kulturen zu steigern, wünschten sich die Befragten mehr Werbung und Information, in die Verpackung beigefügte Rezeptvorschläge und bei Mairübchen eine Steigerung des Bekanntheitsgrades.

Beurteilende(r): Keutgen Anna
1.Mitwirkender: Keutgen Norbert

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