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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Josef Gadermaier (2017): Effect of artificial drought stress on sap flow of different tree species in the eastern Himalaya.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Botanik (Botany), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 72. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Dendrochronologische Untersuchungen haben gezeigt, dass es in den letzten 500 Jahren aufgrund von weltweit erhöhten Temperaturen zu Abschwächungen und Ausfällen des Monsuns kam. Durch die aktuelle globale Temperaturerhöhung wird vermutet, dass es in Zukunft zu ähnlichen extremen Dürreereignissen kommen kann. Zur Simulation einer solchen Dürre wurden im Jahr 2014 in zwei Bergwaldtypen in Bhutan insgesamt vier Dächer in zwei Meter Höhe mit einer Gesamtfläche von 2.400 m2 errichtet und ein umfangreiches Mess-System installiert. In dieser Arbeit werden die Daten der installierten Saftstromsensoren von insgesamt 60 Bäumen, aufgeteilt auf fünf Baumarten, untersucht. Die Baumarten beinhalten eine Nadelbaumart (Tsuga dumosa), drei Eichenarten mit unterschiedlichen Eigenschaften (Quercus griffithi – laubabwerfend, Quercus semecarpifolia und Quercus lanata – immergrün) und eine Rhododendrenart im Unterwuchs (Rhododendron arboreum). Mit Hilfe der Saftstromdaten und unter Einbezug von Bodenfeuchte- und Klimadaten von montierten Wetterstationen, wurden die unterschiedlichen Reaktionen der untersuchten Baumarten auf die simulierte Dürre dargestellt. In zwei Baumarten (Rhododendron arboreum, Quercus lanata), konnte während des Beobachtungszeitraums (drei Monate im Jahr 2016) kein Unterschied zwischen den Bäumen unter den Dächern und Bäumen auf den Kontrollflächen gemessen werden. Die restlichen Baumarten zeigten während der Monsun-Zeit meist geringe Unterschiede. Dieser Unterschied war allerdings in der folgenden Trockenzeit mit höherem Dampfdruckdefizit der Luft stärker ausgeprägt. Die Zeitverzögerung zwischen den treibenden Klimaparametern und Saftfluss war bei Tsuga dumosa am höchsten, was auf eine relativ hohe Wasserspeicherkapazität des Stammes hinweist. Um genauere Aussagen über die Trockenresistenz der Bäume treffen zu können sollten längere Messzeiträume und weitere Daten über die untersuchten Baumarten erhoben und ausgewertet werden.

Beurteilende(r): Hietz Peter
1.Mitwirkender: Gratzer Georg

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