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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Andreas Klingler (2017): Biodiversitätsflächen im Grünland - Auswirkungen auf pflanzenbauliche und botanische Kennwerte.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 88. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Durch eine anhaltende Nutzungsintensivierung während der letzten Jahrzehnte sind Österreichs artenreiche Grünlandbestände, welche charakteristisch für die vor allem im benachteiligten Gebiet vorzufindende kleinstrukturierte Landwirtschaft sind, zusehends gefährdet. Um dem Verlust des wertvollen Schutzgutes Biodiversität entgegenzuwirken, müssen am ÖPUL teilnehmende Betriebe auf zumindest 5 % ihrer Fläche eine Nutzungsreduktion auf maximal zwei Schnitte pro Jahr vornehmen. Um die Auswirkungen dieser Nutzungsreduktionen auf Ertrag, Futterqualität, floristische Diversität sowie bodenkundliche und betriebswirtschaftliche Aspekte ermitteln zu können, wurden ursprünglich vierfach wiederholte, bereits bestehende Versuchsflächen auf drei Standorten, welche aus jeweils einem Vierschnittblock und einem Dreischnittblock bestanden, folgendermaßen modifiziert: a) unverändert als Referenzparzellen, b) zweimähdig + unveränderte Düngung, c) zweimähdig + reduzierte Düngung und d) zweimähdig + keine Düngung. Hohe Düngergaben auf zweimähdigen Flächen führten zu einer rascheren physiologischen Pflanzenbestandsentwicklung, höheren Erträgen und schlechterer Futterqualität. Der Anteil an für Insekten wertvolle Blütenpflanzen konnte auf den zweimähdigen Flächen, welche keine Düngung erhielten, gesteigert werden und sank am stärksten in den vollgedüngten zweimähdigen Flächen während des gesamten Versuchszeitraumes von 2010 bis 2013. Auch die unveränderten Referenzparzellen zeigten im Jahr 2013 einen höheren Anteil an Blütenpflanzen, wodurch auf gute ökologische Effekte dieser praxisrelevanten Bewirtschaftungssysteme geschlossen werden kann. Die pflanzenverfügbaren Phosphor- und Kaliumgehaltswerte der Böden konnten auf den vollgedüngten zweimähdigen Flächen am stärksten gesteigert werden und waren nach zweimaliger Nutzung in Kombination mit keiner Düngung am geringsten. Betriebswirtschaftlich betrachtet konnte auf den ungedüngten zweimähdigen Flächen das Optimum erreicht werden.

Beurteilende(r):
1.Mitwirkender:

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