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Iuliia Tasheva (2016): Premiumweizenproduktion in Zentral- und Osteuropa „Einfluss von Sorte, Standort, Saatstärke und N-Düngungsmanagement auf Ertrag und Qualität bei Weizen im semiariden Produktionsgebiet“.
Dissertation - Abteilung Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 133. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Bei Weizen (Triticum aestivum L.) steigt jährlich der Bedarf für die Nahrungs- und Futtermittelproduktion sowie für die stoffliche und energetische Verwertung. Die weltweite Erhöhung des Lebensstandards fördert zusätzlich kontinuierlich steigend die Nachfrage nach hochwertigen, qualitativen Nahrungsmitteln, im hohen Ausmaß von Weizenbrot und Weizenbackwaren. Eine Erhöhung der Aufbringungsmenge bei Weizen mit hoher ernährungsphysiologischer - und hoher Backqualität wird durch ein Bündel von Produktionsmaßnahmen gewährleistet, im Besonderen durch eine geeignete Sortenwahl und eine Optimierung des N-Düngungsmanagements. Bei sechs Winterweizensorten unterschiedlicher Backqualität (vier Qualitäts- und zwei Mahlweizensorten) und unterschiedlicher Herkunft (vier österreichische und zwei ukrainische Sorten) erfolgte eine Optimierung in der Bestandesführung für die Qualitätsweizenproduktion im semiariden Produktionsgebiet . Vier N-Düngungsvarianten, drei Saatstärken wurden auf drei unterschiedlichen Versuchsstandorten in Österreich und in der Ukraine in dreijährigen Parzellenfeldversuchen beurteilt. Die drei Standorte (zwei in Österreich und einer in der Ukraine) unterschieden sich in den Klimabedingungen und wiesen zusätzlich einen unterschiedlichen Nährstoffversorgungsgrad im Boden auf. Die Sorten im semiariden Produktionsgebiet wiesen unterschiedliche Ertragsleistungen und auch eine unterschiedlich hohe Anpassungsfähigkeit auf. Eine deutliche genotypische Abhängigkeit der Backqualität bei Weizen ergab sich in allen Versuchen. Die Qualitätsweizenproduktion höchster Stufe, die Produktion von „Premiumweizen“, bei einem mittleren bis hohen Ertragsniveau, wurde nur mit Qualitätsweizensorten, bei einer optimierten N-Düngung mit einer N-Ährengabe von 60 kg N/ha, erreicht. Aufgrund der Versuchsergebnisse erfolgte eine Einstufung der ukrainischen Sorten hinsichtlich Backqualität nach dem in Österreich geltenden Bewertungsschema. Der Versuchsstandort Leopolsdorf im Marchfeld (Österreich) ermöglicht eine umfassende Bewertung der Winterweizensorten im semiariden Produktionsgebiet Zentral- und Osteuropas.

Betreuer: Liebhard Peter
1. Berater: Moder Karl
2. Berater: Vollmann Johann

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