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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Daniela Einsiedler (2017): End of Life Wege von Windkraftanlagen in Österreich: Herausforderungen und Chancen beim Recycling.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Sicherheits- und Risikowissenschaften, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 87. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
In der Masterarbeit „End of Life Wege von Windkraftanlagen in Österreich: Herausforderungen und Chancen beim Recycling“ wird aufgezeigt, welches und wie viel Material in österreichischen Windkraftanlagen verbaut ist und welche Materialströme in den Jahren 2017-2034 voraussichtlich als Abfall anfallen werden. Zu Beginn werden die unterschiedlichen Komponenten von Windkraftanlagen (WKA) und deren Materialzusammensetzungen analysiert. Dabei wird festgestellt, dass in den, derzeit in Österreich betriebenen, WKA kaum kritische Rohstoffe, abgesehen von elektronischen Bestandteilen, die jedoch nur zu einem sehr geringen Ausmaß vorkommen, anfallen. Grund dafür: Unter 1% der WKA werden permanentmagnetisch betrieben. Für eine anschließende Abschätzung der, in Österreich anfallenden, Materialmengen, wurden Annahmen für eine generische WKA mit Getriebe und eine generische WKA ohne Getriebe, basierend auf fünf unterschiedlichen Life Cycle Analysen, getroffen. Diese Abschätzung zeigt die Materialmengen auf, die voraussichtlich nach 20-jähriger Betriebsphase zum Recycling anfallen werden. In einem weiteren Schritt wurden die derzeitigen Recycling- und Verwertungsmöglichkeiten der Materialien aufgezeigt und diese dem aktuellen jährlichen Recyclingvolumen und Recyclingquoten in Österreich gegenübergestellt. Bis für glasfaserverstärkten Kunststoff (GFK) und carbonfaserverstärkten Kunststoff (CFK) stehen für alle anfallenden Materialien (Beton, Stahl- und Eisenschrott, Aluminium, Kupfer, elektronische Bestandteile, Kunststoffe, Keramik, Glas, Lacke, Öle und Kühlflüssigkeiten) etablierte Recyclingverfahren in Österreich zur Verfügung. Es können sehr hohe Recyclingquoten, zwischen 60% und 95% erreicht werden. Für das Recycling von GFK und CFK werden unterschiedliche Verfahren, die derzeit in kleinem Maßstab getestet wurden, vorgestellt. Aktuell gibt es in Österreich noch kein Unternehmen, das den Rotorblattabfall verwerten kann. Hier besteht dringender Forschungsbedarf.

Beurteilende(r): Liebert Wolfgang
1.Mitwirkender: Drapalik Markus

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