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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Matthias Rieder (2016): Analyse des Nachtbetriebs der Wiener U-Bahn.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Verkehrswesen (IVe), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 92. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Seit September 2010 verkehrt die Wiener U-Bahn an Wochenenden und Feiertagen 24 Stunden täglich. In den Betriebszeiten zwischen 00:30 Uhr und 05:00 Uhr spricht man von der Nacht-U-Bahn. Zwar liegen Fahrgastzahlen des Nachtbetriebs vor, jedoch waren bisher keine Details zu den Nutzerinnen und Nutzern der Nacht-U-Bahn bekannt. In der vorliegenden Arbeit wird das gesamte Nachtverkehrsnetz der Wiener Linien beleuchtet und mit dem anderer europäischer Großstädte verglichen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Nachtbetrieb der U-Bahn. Im Zuge dessen wurden Fahrgäste der Nacht-U-Bahn mittels selbsterstelltem Fragebogen zu ihrem Nutzerverhalten befragt. Die Nutzerbefragung lieferte eine breite Palette an Ergebnissen. Es wurde unter anderem herausgefunden, dass unter den Fahrgästen die Verfügbarkeit eines Kraftfahrzeugs keinen negativen Einfluss auf die Nutzungshäufigkeit der Nacht-U-Bahn hat. Auch die Distanz zwischen Wohnort und nächstgelegener U-Bahn-Station scheint keinen Einfluss darauf zu haben, wie oft die Nacht-U-Bahn genutzt wird. Das Verkehrsmittel, das am häufigsten von den Nacht-U-Bahn-NutzerInnen anstelle der Nacht-U-Bahn genutzt wird, ist das Taxi. Kombiniert wird die Nacht-U-Bahn am häufigsten mit dem Nachtbus. Die Hauptgründe für die Nutzung der Nacht-U-Bahn sind Alkoholkonsum und Kostenersparnis. Parallel zur Nutzerbefragung wurden Fahrgastzählungen angestellt, um ein besseres Gesamtbild von der Alters-und Geschlechterverteilung der Nacht-U-Bahn-NutzerInnen zu erhalten. Die Ergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Fahrgäste der Nacht-U-Bahn männlich und ein Großteil im Alter von 20 bis 30 Jahren ist. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass sich Männer in der Nacht-U-Bahn sicherer fühlen als Frauen, wie die Ergebnisse der Nutzerbefragung zeigen. Generell stellte sich jedoch heraus, dass die Zufriedenheit der Fahrgäste der Nacht-U-Bahn äußerst hoch ist und die Sicherheit aus Sicht der NutzerInnen im Grunde genommen keiner Verbesserung bedarf.

Beurteilende(r): Meschik Michael
1.Mitwirkender: Klementschitz Roman

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