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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Christian Hausleitner (2017): Einfluss von Stickstoffdüngung und Pflanzenschutz auf Ertrag und Ertragsstruktur von Weizen.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 61. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Auf den Versuchsfeldern der niederösterreichischen landwirtschaftlichen Fachschulen Pyhra und Tulln wurde der Einfluss von Stickstoffdüngung und Pflanzenschutz (Wachstumsregler und Fungizid) auf Ertrag und Ertragsstruktur sowie die Stickstoffaufnahme der Winterweizensorte Energo in den Vegetationsperioden 2013, 2014 und 2016 untersucht. Es wurden vier Düngeniveaus und sieben unterschiedlichen Pflanzenschutzvarianten untersucht. Analysiert wurden die Parameter Pflanzenlänge, Ertrag, Ernteindex, Ertragsstruktur, Siebung, HL-Gewicht, Nutzung des gedüngten Stickstoffs, N-Konzentration, N-Ertrag, N-Ernteindex und N-Ausnutzungseffizienz. Steigende N-Gaben führten vor allem bei den Parametern Kornertrag, Ernterückstände, AGDM, Korndichte m-2, N-Konzentration, N-Ertrag zu höheren Werten. Die Parameter TKG und HL-Gewicht wurden hingegen nicht von den Düngemaßnahmen beeinflusst. Des Weiteren zeigten die Ergebnisse, dass am Standort mit hoher Ertragslage (Tulln) über die Jahre betrachtet 200 kg N ha-1 nicht ausreichen war, um Qualitätsweizen mit > 14 % Rohproteingehalt zu erzeugen. Die Pflanzenschutzmaßnahmen bewirkten steigende Werte bei den Parametern Kornertrag, Ernteindex, N-Ernteindex, TKG, Körner Ähre-1 und Korndichte m-2. Am feuchteren Standort (Pyhra) führte der Fungizideinsatz zu einem höheren Kornertrag und einem höheren TKG im Vergleich zu den Varianten ohne Fungizideinsatz. Die Variante mit zweimaligem Wachstumsregler- und Fungizid-Einsatz führte zu deutlich höheren Werten beim Ernteindex und bei der Kornzahl Ähre-1. Unbeeinflusst von den Pflanzenschutzmaßnahmen blieb der Parameter Ährendichten, da diese erst nach der Bestockung durchgeführt wurden. Die Betrachtung der Ergebnisse macht deutlich, dass der Faktor Jahr neben den Faktoren Pflanzenschutz und N-Düngung den bedeutendsten Einfluss zeigte. Daher ist die Frage nach der Intensität in der Kulturführung zusätzlich auf die jahres- und standortspezifischen Gegebenheiten, sowie auf dem aktuellen Pflanzenbestand, abzustimmen.

Beurteilende(r): Neugschwandtner Reinhard
1.Mitwirkender: Kaul Hans-Peter

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