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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Iris Messinger (2018): GLEISBEGRÜNUNGEN IM URBANEN RAUM UNTER EINSATZ VON STANDORTGERECHTEM SAATGUT EINE CHANCE FÜR DIE INNERSTÄDTISCHE GRÜNRAUMENTWICKLUNG.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Ingenieurbiologie und Landschaftsbau (IBLB), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 150. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die vorliegende Arbeit beleuchtet Gleisbegrünungen, welche eine ökologische und ästhetische Aufwertung durch die Neuschaffung einer großflächigen und in der Regel ungestörten Begrünungsanlage im Lebensraum „Stadt“ bieten. Im Landschaftsbau werden sie zwar noch nicht in eigenen Regelwerken angeführt, bekommen allerdings vermehrt Aufmerksamkeit in der Öffent-lichkeit. Mit Hilfe der geförderten FFG-Programmlinie IV2Splus konnten in den Jahren 2012 und 2013 in Wien Donaustadt drei Grüngleisabschnitte neu angelegt werden, von denen zwei durch eine besondere Begrünungsform unter Verwendung eines standortangepassten Saatguts gekennzeichnet sind. Im Zuge dieser Arbeit werden diese drei Flächen erforscht. Grüngleisflächen mit extensiver, standortgerechter Begrünung versprechen einen geringen Pflegeaufwand (1-3 Mähgänge im Jahr) und bieten dabei alle ökologischen Vorteile als Grünraumoase im urbanen Gebiet. In Extremklimazeiten, vor allem mit langanhaltenden Hitzeperioden, muss allerdings ohne zusätzliche Bewässerung auf nicht beschatteten Flächen mit einer phasenweisen Verbräunung der Vegetation gerechnet werden. Zumal die Pflegeansprüche und der zu erwartende Pflegeaufwand klar definiert sind, steht der Idee eines Grüngleises nichts mehr im Wege. Im Rahmen dieser Diplomarbeit wurden im Detail die Unterschiede zwischen Sonnen- und Schattenstandorten analysiert. Das Resultat der relativ hohen projektiven Deckungsgradunterschiede von etwa 15% führen zu differenzierten Pflanzenbildern. Die im Schatten liegenden Flächen weisen eine höhere Vitalität (bezogen auf das allgemeine Vegetationsbild) auf, als vollbesonnte Zonen. Die speziell entwickelte Saatgutmischung konnte sich auch nach sechs Jahren Grüngleisbestehen gut durchsetzen, mehr als die Hälfte der Pflanzenarten (68% bzw. 57%) wurden nach wie vor vorgefunden. Der extensive Pflegebedarf der Grüngleise erlaubt es, fremde, eingewanderte Arten auf den Flächen zu dulden.

Beurteilende(r): Stangl Rosemarie
1.Mitwirkender:

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