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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Vivian Sethmacher (2018): Vergleich der Bodenfeuchte und Saugspannung sowie der Transpirationsleistung in Maisparzellen mit verschiedenen Behandlungen während Hitze- und Trockenperioden.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 67. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die Abnahme der Sommerniederschläge bei gleichzeitig steigenden Temperaturen stellt die Landwirtschaft weltweit vor neue Herausforderungen. Pflanzen können zunehmend unter Hitze- und besonders Trockenstress leiden, insbesondere wenn der Boden keine ausreichende Wasserspeicherkapazität besitzt. Im Zeitraum vom 15. Juli bis 31. August 2017 wurde auf Versuchsflächen eines Langzeit-versuchs der Universität für Bodenkultur in Tulln an der Donau anhand von Transpirations- sowie Bodenfeuchtemessungen untersucht, ob es Unterschiede zwischen nachhaltiger und konventioneller Landbewirtschaftung bei Mais (Zea mays) in einer Periode mit hohen Temperaturen und geringen Niederschlägen gibt. Dazu wurden in eine Versuchsanlage mit zwei Blöcken in je zwei Parzellen pro Block mit konventioneller Behandlung, also enger Fruchtfolge und tiefer Bodenbearbeitung, sowie zwei Parzellen mit nachhaltiger Behandlung, weite Fruchtfolge, flache Bodenbearbeitung und Strohmulch, Matrixpotentialsensoren und kapazitative Bodenfeuchtesensoren zur Messung des Bodenwassergehalts installiert. Des Weiteren wurden an zwölf Terminen, sechs Hitzestresstage mit Temperaturen größer 30 °C und sechs Referenztage mit Temperaturen kleiner 30 °C, Transpirationsmessungen an zufällig ausgewählten Maispflanzen durchgeführt. An je drei Hitzestresstagen und drei Referenztagen wurden Blattflächenindexmessungen durchgeführt. Zusätzlich wurden die Ertragsdaten ausgewertet. Zwischen der konventionellen und der nachhaltigen Bewirtschaftung konnten weder signifikante Unterschiede in den Blattflächenindizes noch in den Transpirationsleistungen festgestellt werden. Auch war keine klare Tendenz bei den Bodenfeuchtemessungen erkennbar. Ebenso nicht signifikant waren die Ertragsdaten. Signifikant unterschieden sich die Werte der Transpirationsmessungen zwischen Hitzestress- und Referenztagen. Trotz erhöhter Transpirationsleistung an Hitzestresstagen konnte aber kein eindeutiger Stress beobachtete werden. Die Erträge fielen nur leicht unterdurchschnittlich verglichen mit den Durchschnittserträgen 2017 in Niederösterreich aus, was ebenso auf eine geringe Stressbelastung hinwies. Das kann vor allem auf die gute Wasserspeicherfähigkeit des Bodens zurückgeführt werden. Die Werte der Bodenfeuchtemessungen sanken nie unter den permanenten Welkepunkt.

Beurteilende(r): Kaul Hans-Peter
1.Mitwirkender: Mehdi-Schulz Bano

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