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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Lena Radics (2018): Automatisiertes Fahren als Chance für den ruralen Raum Eine Analyse der Akzeptanz und möglicher Mobilitätsverhaltensänderungen von SeniorInnen als potentieller NutzerInnengruppe.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Verkehrswesen (IVe), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 110. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit dem Potential des automatisierten Fahrens für den ländlichen Raum, welcher infolge einer ausgedünnten Siedlungsstruktur durch eine Pkw-orientierte Mobilität geprägt wird. Studien zufolge gelten Personen mit eingeschränkter Mobilität, insbesondere ältere VerkehrsteilnehmerInnen, als mögliche Profiteure des automatisierten Fahrens. Automatisierte Mobilitätslösungen sollen zu einer gesteigerten Mobilitätsteilhabe vulnerabler Nut-zerInnengruppen führen. Ziel der Arbeit ist es, die Nutzungsbereitschaft von SeniorInnen zur automatisierten Mobilität zu erörtern und mögliche Akzeptanzhürden zu untersuchen. Des Weiteren soll herausgefunden werden, welche Angebotsformen des automatisierten Fahrens bevorzugt von älteren Personen genutzt werden würden. Zur Beantwortung dieser Forschungsfragen wurde eine quantitative Befragung mit 128 SeniorInnen durchgeführt. Die Inhalte des Fragebogens bezogen sich einerseits auf das aktuelle Mobilitätsverhalten der Befragten und die Untersuchung etwaiger Schwierigkeiten bei der Erfüllung ihrer Mobilitätsbedürfnisse, andererseits wurde ihre Nutzungsbereitschaft zu drei unterschiedlichen automatisierten Nutzungsformen, das umfasst automatisierte Pkws, Busse und Taxis, ermittelt. Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass SeniorInnen, zumeist durch fehlendes Vertrauen in die Technik und Sicherheitsbedenken, eine geringe Nutzungsbereitschaft aufweisen. Trotz einer aufgezeigten Pkw-Dominanz beim aktuellen Mobilitätsverhalten, werden alternative Nutzungsformen, z.B. Taxi nach Bedarf, bevorzugt. Zusammenfassend deuten die Resultate darauf hin, dass das automatisierte Fahren für vulnerable NutzerInnengruppen mit eingeschränkter Mobilität eine Erhöhung der Unabhängigkeit beim Zurücklegen von Wegen bedeuten kann. Vermehrte Informationen und die Implementierung von Pilotprojekten könnten sich positiv auf die Akzeptanz auswirken und zur Reduzierung von Unsicherheit beitragen.

Beurteilende(r): Gühnemann Astrid
1.Mitwirkender: Link Christoph

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