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Sophie Schaffernicht (2021): INKLUSION VON MENSCHEN MIT BEHINDERUNGEN IN DER URBANEN LANDWIRTSCHAFT IN WIEN DIE KOMBINIERTE ANWENDUNG VON GROUNDED THEORY, AKTIONS- UND EVALUATIONSFORSCHUNG FÜR DIE ERARBEITUNG EINES SOZIAL-ÖKOLOGISCHEN MODELLS.
Dissertation - Institut für Landtechnik, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 366. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die Zielgruppe - Menschen mit Behinderungen, die in Tagesstrukturen arbeiten und betreut werden - fehlt weitestgehend in den Diskussionen über urbane und peri-urbane Landwirtschaft, obwohl landwirtschaftliche Tätigkeiten viele positive Effekte haben können. Verschiedene Programme im städtischen Gartenbau führen beispielsweise dazu, dass Menschen mit Behinderungen neue Fertigkeiten erwerben. Dies kann den Weg auf den Ersten Arbeitsmarkt ebnen. Für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention - insbesondere der Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen - sind Bildung und Arbeit zentrale Punkte. Menschen mit Behinderungen sind jedoch gegenwärtig oft von diesen Bereichen ausgeschlossen und werden an einer wirklichen Teilhabe an der Gesellschaft gehindert. In dieser Studie wurde hauptsächlich nach den Hindernissen für Inklusionsprozesse im Gartenbau Ausschau gehalten. An einem Pilotprojekt zu urbaner Landwirtschaft und Inklusion in Wien nahmen eine Universität, drei Sozialeinrichtungen mit sieben Mitarbeiter*innen, zwei Gartenbaubetriebe mit zwei Betriebsleiter*innen sowie fünfzehn Menschen mit Behinderungen teil. Aktionsforschung wurde im Rahmen der Tomatenernte durchgeführt und dabei evaluiert sowie modifiziert. Zur gleichen Zeit war die Autorin bestrebt einen Beitrag im Sinne der Grounded Theory zu leisten. Eine mögliche Lösung für künftige Studien ist das Miteinbeziehen von Co-Forscher*innen (Menschen mit Behinderungen), um Forschung im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention inklusiv zu gestalten. Angebote im Bereich der urbanen Landwirtschaft sollten über reine Kooperationen zwischen Sozialeinrichtungen und Gartenbaubetrieben hinausgehen. Ein sozial-ökologisches Szenario mit agrarökologischen Inklusionsbetrieben erscheint sinnvoll. Die Etablierung mehrerer Inklusionsbetriebe im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention in Wien könnte die Stadt den Zielen der nachhaltigen Entwicklung ein Stück näherbringen.

Betreuer: Quendler Elisabeth
1. Berater: Moder Karl
2. Berater: Balas Johannes

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