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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Lukas Schmid (2018): Genetic diversity between white- and brown breasted hedgehogs in the light of microsatellite markers.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Integrative Naturschutzforschung, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 67. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Naturschutzbiologie hängt zu großen Teilen von der Kenntnis der Tiere und Tierarten als auch deren natürlichen Habitate ab. Andernfalls könnten etwaige Maßnahmen zum Schutz der Tiere Einflüsse auf das gesamte Ökosystem haben. Historisch wurden daher morphologische Daten gesammelt. Im Angesicht der Hybridisierung ist die genetische Analyse der Tierarten wichtig für künftige Forschungen, da sie auch zur Bestimmung morphologisch nicht zuordenbarer Individuen herangezogen werden kann. Muskelproben von zwei verschiedenen Igel Spezies, nämlich Erinaceus europaeus und Erinaceus roumanicus, wurden vom Biologiezentrum in Linz gesammelt. Linz liegt an der Kontaktzone zwischen den beiden Arten und kann daher als eine mögliche Hybridisierungszone gesehen werden. Eine lange Zeit wurden die traditionellen Methoden zur Gen-Sequenzierung für naturschutzbiologische Fragen herangezogen. Das Problem der langen Wartezeiten mit diesem Ansatz kann mittlerweile durch das „Next-Generation sequencing“ umgangen werden. Dabei werden Mikrosatteliten verwendet, die entweder als “Short tandem repeats“ oder „Short nucleotide polymorphisms“ bezeichnet werden. Diese Mikrosatelliten sind vielfach durch das eukaryotische Genom verteilt. Dadurch lassen sich schnell Regionen zum Analysieren und Identifizieren der Individuen finden. Ziel dieser Studie war, geeignete Mikrosatelliten Marker zu finden, die in zukünftigen Studien verwendet werden können. Zusätzlich dazu war die Bestätigung der Hybridisierung in Österreich eine weitere Hypothese. Außerdem wurde die Fragestellung bearbeitet, ob mit genetischen Methoden Individuen, die morphologisch nicht bestimmbar waren, einer bestimmten Art zuzuordnen waren. Die Resultate festigen den Verdacht auf eine Hybridisierungszone in Österreich und belegen die Notwendigkeit zu weiteren Studien in diesem Bereich.

Beurteilende(r): Meimberg Harald
1.Mitwirkender: Cardoso Curto Manuel Antonio

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