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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Philipp Holler (2019): Einfluss der Düngung von Begrünungsvarianten und deren Wirkung auf Nitrat im Bodenwasser.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 98. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Im Zuge der 39. Verordnung des Regionalprogramms von Graz bis Bad Radkersburg wurden die Landwirte in dieser landwirtschaftlich intensiv geführten Region mit neuen Auflagen konfrontiert. Vor allem strengere Düngeauflagen für die im ausgewiesenen Gebiet üblichen Hauptkulturen führen zu zusätzlich benötigten Düngerlagerkapazitäten und dem Risiko einer übermäßigen punktuellen Ausbringung der Wirtschaftsdünger. Zielsetzung dieser Arbeit ist die Quantifizierung des Einflusses unterschiedlicher Begrünungsvarianten in gedüngter und ungedüngter Form auf die Verlagerung von Nitrat in tiefere Schichten des Bodens (unter 90 cm) sowie die Konzentration in der Bodenlösung. Es wurde dazu ein randomisierter Exaktversuch angelegt, bestehend aus drei Blöcken zu je sechs Behandlungen. Die Zwischenfruchtmischungen 1 (Senf, Buchweizen, Ölrettich) und 2 (Senf, Buchweizen, Alexandriner Klee) wurden jeweils ungedüngt und gedüngt (60 kg Stickstoff ha-1 feldfallender Mastschweinegülle) untersucht. Dazu wurden noch eine Leguminosenmischung (Ackerbohne, Erbse, Sommerwicke) sowie eine Referenzfläche ohne Zwischenfrucht angelegt. Die beiden Varianten erhielten keine N-Düngung. Eine Auswertung der Trockenmasse, des Stickstoffgehalts der Pflanzen, des berechneten Stickstoffentzuges sowie der pflanzenverfügbaren Stickstoffmenge im Boden in Form von Nitrat und Ammonium (Nmin) ergab keine signifikanten Unterschiede zwischen einer gedüngten Behandlung und derselben in ungedüngter Form. Lediglich Behandlung 5 (Ackerbohne, Erbse, Sommerwicke) wies im Stickstoffgehalt der Pflanze, dem Stickstoffertrag sowie dem Nmin Gehalt signifikant höhere Werte auf. Anhand des Nitratgehalts in der Bodenlösung zeigte die nicht begrünte Referenzparzelle (Schwarzbrache) mit 68,5 mg l-1 Nitrat einen Wert, der über dem durch die Grundwasserverordnung festgelegten Grenzwert von 50 mg l-1 lag. Eine Überschreitung der Behandlungen 1 bis 5 konnte dagegen auch bei einer Düngezugabe von 60 kg N ha-1 nicht festgestellt werden.

Beurteilende(r): Bodner Gernot
1.Mitwirkender: Mehdi-Schulz Bano

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