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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Marlene Egelseder (2018): Synthesis of polypeptoid architectures as nanoparticle shells.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Biologisch inspirierte Materialien, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 77. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Polypeptoide erhielten wegen ihrer pseudo-peptidischen Struktur und ihrer Biokompatibilität großes Interesse im Bereich nanotechnologischer Forschung, wobei sie im Gegensatz zu Peptiden nicht schnell abgebaut werden. Aktuelle Untersuchungen zu Polypeptoiden beinhalten, das Reagieren auf Temperaturveränderungen oder das Imitieren von Sekundärstrukturen von Peptiden. Die bereits etablierte Methode zur Polymerisierung von (zufällig angeordneten) Polypeptoiden, über die Ringöffnung von N-Carboxyanhydrid (NCA)-Monomeren, wurde in vergangenen Jahren bereits gründlich erforscht. Sequenz-spezifische Synthese von Polypeptoiden kann schrittweise auf einer festen Auflage, wie beispielsweise einem Harz, polymerisiert werden. Trotz der vielversprechenden Eigenschaften zur Verwendung von Polypeptoiden, als synthetisches Biopolymer, wurden diese bisher als Nanopartikelsystem mit Polymerhülle noch wenig erforscht. Temperatur induzierte Partikelaggregation wurde untersucht mit dynamischer Streulichtmessung (DLS) und bestimmten Temperaturzyklen. Wir zeigten erfolgreich, dass die Verwendung verschiedener Lösungsmittel während der Synthese, Einfluss auf die kritische Lösungstemperatur (CST) zeigt. Die höchste CST von 29°C gemessen in Wasser wurde bei den Polymerisationen in Aceton und DMA gezeigt. Zum ersten Mal wurden Nanopartikelsysteme mit flaschenbürsten-ähnlichen polypeptoid Polymerhüllen synthetisiert mit Hilfe der „grafting-from“-Methode, wo von Initiatoren, die sich auf der Partikeloberfläche (in diesem Fall Eisenpartikel) befinden, weg polymerisiert wird. Diese superparamagnetischen Eisenpartikel zeigten auf Temperatur reagierende Eigenschaften mit 65 mol% methyl-NCA Fraktion in der Polymerhülle. Wir demonstrierten, dass komplexere NCA-Monomere mit Phenylethyl-Resten (besipielsweise phenylethyl-NCA) auch polymerisiert werden können, allerdings mit sehr niedrigen Molekulargewichten.

Beurteilende(r): Reimhult Erik
1.Mitwirkender: Zirbs Ronald

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