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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Christina Schmidt (2021): Geologische, geomorphologische und hydrologische Grundlagen als Basis für die Evaluierung ingenieurbiologischer Maßnahmen am Beispiel des Verbauungsprojektes Haslauergraben 2007.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Ingenieurbiologie und Landschaftsbau (IBLB), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 256. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Zwischen dem 21. und 23. August 2005 ereigneten sich in der Gemeinde Haslau bei Birkfeld (Steiermark) zahlreiche Massenbewegungen an Hängen in auffallend hoher Dichte. Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit den großflächigen Rutschungen an den orographisch rechten Grabeneinhängen entlang des Amasseggerbaches. 2007 und 2008 wurden im Untersuchungsgebiet von der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) Sicherungsmaßnahmen errichtet und ingenieurbiologische Verbauungsmaßnahmen durchgeführt. Um etwa zehn Jahre nach deren Errichtung Aussagen über den Zustand dieser ingenieurbiologischen Maßnahmen treffen zu können, erfolgte die methodische Vorgehensweise über die Erhebung von Projektunterlagen und die Grundlagenerhebungen zu verschiedenen Themenbereichen. Die Datenerhebung im Gelände und Datenauswertung erfolgte zu den vier Hauptthemenbereiche dieser Arbeit – Geologie und Geomorphologie, Hydrogeologie und Hangwassersituation, Vegetation und Ingenieurbiologie. Als wesentliche Aussage dieser Masterarbeit kann festgehalten werden, dass, auch wenn sich die ingenieurbiologischen Bauwerke, genauer der Baustoff Holz, in einem schlechten Zustand befinden, der Vegetations- bzw. Waldzustand dennoch eine gute Entwicklung aufweist und weitgehend das Sanierungsziel der WLV erfüllt. Allgemein ist zu beachten, dass aufgrund der im Untersuchungsgebiet gegebenen geologischen, geomorphologischen und hydrologischen Bedingungen die Schutzwirkung der ingenieurbiologischen Maßnahmen begrenzt ist. Für die weitere Bewirtschaftung des Waldstandortes und für mögliche ingenieurbiologische Ergänzungen werden Empfehlungen ausgesprochen. Das Fazit dieser Masterarbeit ist, dass ein umfangreiches geologisches, bodenmechanisches und hydrologisches Verständnis und Wissen sowie die fundierte Kenntnis über die standörtlich maßgeblichen Rutschungsursachen und -prozesse unumgänglich ist, um geeignete ingenieurbiologische Systeme wählen, planen und umsetzen zu können.

Beurteilende*r: Rauch Johann Peter

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