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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

David Hacker (2019): Radfahren in der Südstadt Maria Enzersdorf.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Verkehrswesen (IVe), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 126. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die in den 1950er Jahren konzipierte Südstadt in Maria Enzersdorf verfügt über ein dichtes Wegenetz, welches für die Nutzung durch FußgeherInnen konzipiert wurde und mit allgemeinem Fahrverbot belegt ist. Trotzdem werden diese Wege schon seit Langem nicht nur von FußgeherInnen, sondern auch von RadfahrerInnen genutzt. Bereits mehrmals unternahm die Gemeinde Maria Enzersdorf Anläufe, das Wegenetz der Südstadt als Ganzes oder Teile davon offiziell für den Radverkehr zu öffnen. Bislang blieben die Fahrverbote jedoch im gesamten Umfang aufrecht. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob und wie das Wegenetz der Südstadt nach objektiven Kriterien für den Radverkehr geöffnet werden kann. Während eine technische Analyse auf Wegbreiten, Verkehrsmengen und Knotensituationen eingeht, werden in einer Befragung die Meinungen, Wünsche und Sorgen der Bewohnerinnen und Bewohner erhoben. Bei der Befragung stellte sich heraus, dass über 90% der Befragten befinden, dass die Südstadt hervorragende Bedingungen für den Radverkehr bietet. 80% der Befragten geben an, dass in ihren Augen nichts gegen den Radverkehr in der Südstadt spricht. Für ein funktionierendes Miteinander von Zu Fuß Gehenden und Radfahrenden wird vor allem gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz gewünscht. Die bei mehreren Zählungen erfassten Verkehrsmengen befinden sich in einem moderaten Bereich. Vielfach sind Wege in der Südstadt in den öffentlich zugänglichen Grünflächen angelegt und daher bis zum Rand begeh- und befahrbar. Unter Berücksichtigung dieser Gegebenheiten ist ein großer Teil der Wege breit genug, um von FußgeherInnen und RadfahrerInnen gemeinsam benutzt zu werden. Auf Basis dieser Erhebungen wird die Umsetzung eines flächigen Netztes gemeinsam zu benützender Geh- und Radwege empfohlen. Dabei wird detailliert dargelegt, welche Wege nicht zur Öffnung für den Radverkehr geeignet sind, wie diese abgegrenzt werden können und wie eine klare und verordnungsgemäße Kenntlichmachung erfolgen kann.

Beurteilende(r): Gühnemann Astrid
1.Mitwirkender: Meschik Michael

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