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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Mario Grilz (2021): Bestandesentwicklung, Ertragsstruktur und Stickstoffdynamik von Weizen und Körnerleguminosen (Ackerbohne, Erbse, Linse) im Gemengeanbau.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 105. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Ziel dieser Diplomarbeit war es, additive und substitutive Weizen-Leguminosen-Gemenge mit unterschiedlichen Mischungsverhältnissen miteinander und mit den jeweiligen Reinsaaten (Weizen, Ackerbohne, Erbse, Linse) zu vergleichen. Der Versuch wurde in der Vegetationsperiode 2018 auf den landwirtschaftlichen Versuchsflächen der Universität für Bodenkultur in Groß-Enzersdorf durchgeführt. Dabei wurden die Parameter Ertrag, Ertragsstruktur, Ernteindex, Biomasseentwicklung, Bestandeshöhe, Wachstumsrate, Flächenäquivalenz (LER), N-Gehalt und N-Ertrag in Biomasse und Boden, N-Aufnahmerate und N-Fixierungsleistung sowie die N-Ausnutzungseffizienz analysiert und verglichen. Der Weizen war in den Gemengen zumeist der schwächere Mischungspartner und wurde vor allem in den additiven Gemengen von den konkurrenzstärkeren Leguminosen stark zurückgedrängt. Der Gemengeanbau hatte auch Auswirkungen auf die Ertragsparameter der einzelnen Kulturen. Bei den Leguminosen wurden in den additiven Gemengen geringere Hülsendichten beobachtet, was sich negativ auf den Ertrag auswirkte. Aufgrund der negativen Mischungseffekte waren nur drei der neun Gemenge produktiver in der Biomassebildung als die Reinsaaten. Die Weizen-Linsen-Gemenge schnitten dabei am besten ab. Ein Anstieg des N-Gehalts in den Weizenkörnern konnte nur in den Weizen-Ackerbohnen-Gemengen festgestellt werden. Die Ackerbohne wies auch die höchste N-Fixierungsleistung, den größten N-Sparing-Effekt und bei der Ernte die höchsten Nmin-Gehalte im Boden auf. Bei den Reinsaaten der Linse und Erbse waren die Nmin-Gehalte im Boden geringer als bei der Weizenreinsaat und bei den Gemengen. Dies könnte auf die schlechte Entwicklung des Weizens zurückzuführen sein. In dem Leguminosenreinsaaten und in den substitutiven Gemengen konnten höhere Stickstoffernteindices und N-Ausnutzungseffizienzen als in den additiven Gemengen beobachtet werden.

Beurteilende(r): Neugschwandtner Reinhard
1.Mitwirkender: Kaul Hans-Peter

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