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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Susanne Wangert (2020): Development of the vegetation and changes in flora in landscape elements of an agricultural landscape section in Brandenburg since 1992.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Integrative Naturschutzforschung, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 109 (100 without abstract, table of content etc.) . UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Diese Masterarbeit vergleicht die Vegetation und Flora der Agrarlandschaft in Hasenholz im Naturpark Märkische Schweiz in Brandenburg zwischen 1992 und 2019. In einem 400 ha großen Landschaftsausschnitt wurden die Landschaftselemente kartiert, als Teil des Projekts Biozeit. In 83 einheitlichen Biotopen wurde die Flora detailliert erfasst und mit der Arbeit von Pfeffer (1992) verglichen. Die Biotoptypen wurden in drei Klassen aggregiert: Grassäume, Hecken und halboffene Elemente. Artenzahl, Artenumsatz, mittlere Ellenberg-Zeigerwerte, Trachtwerte, Stetigkeit und Shannon-Index wurden mit Hilfe eines Wilcoxon-Vorzeichen-Rang-Test verglichen. In den Säumen zeigte die Analyse eine Abnahme an Fläche und Artenzahl. Die Hecken nahmen auf Kosten der Säume und halboffenen Elementen zu. Letztere Klasse weist die höchste Artenzahl und den höchsten Wert für Honigbienen auf. Im Jahr 2019 wurden 219 Pflanzenarten gefunden, was einer Zunahme von 22 Arten entspricht. Der Artenumsatz schwankt weitgehend zwischen 30% und 79% in den Relevés und beläuft sich in der Gesamtstichprobe auf 26%. Die höchste Pflanzenvielfalt wurde in halboffenen Elementen gefunden, die nur etwa 12% der analysierten Landschaftselemente ausmachen. Sie zeigen erhöhte Vielfalt, während die der Säume abnimmt und sich diese Biotopklasse in Bezug auf Fläche, Vielfalt und Ökosystemleistungen verschlechtert. Eine überproportionale Zunahme wurde bei den sieben häufigsten Arten festgestellt, die alle nitrophil sind, während sich bei den mittleren Ellenberg-Zeigerwerten (MEIV) für N und T keine Veränderung zeigte. Der MEIV wurde berechnet, indem alle Pflanzen gleich gewichtet (MEIVe) und indem der Indikatorwert mit dem Deckungsgrad der Pflanzen multipliziert wurde, um eine Gewichtung nach Artenhäufigkeit (MEIVw) vorzunehmen. Eine signifikante Abnahme der Werte und für F und K wurde für den MEIVw festgestellt, jedoch nicht für den MEIVe, während für die L-Werte das Gegenteil festgestellt wurde.

Beurteilende(r): Meimberg Harald

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