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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Carina Gundacker (2019): Vergleich des konzentrierten Genehmigungsverfahrens nach dem UVP-G 2000 in Österreich mit dem Verfahren der Umweltverträglichkeitsprüfung in Deutschland.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Rechtswissenschaften, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 105. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Mit 1.1.1994 ist das Bundesgesetz über die Prüfung der Umweltverträglichkeit (UVP-G) in Österreich in Kraft getreten. Dies führte zu grundlegenden Veränderungen in der Verwaltung österreichischer Behörden. Im Laufe der Jahre wurden in der Verwaltung zahlreiche Erfahrungen bezüglich der Umsetzung des UVP-G gesammelt und die UVP erweist sich als gutes Instrument, den Schutz der Umwelt vor negativen Auswirkungen von Vorhaben zu erhöhen. Nichts desto trotz treten auch durchwegs kritische Stimmen bezüglich der UVP auf. Im Zuge dieser Arbeit soll die UVP in Österreich durch den Vergleich mit der UVP in Deutschland anhand ausgewählter Kriterien evaluiert werden. Des Weiteren wird beim Vergleich dieser Aspekte auch die Umsetzung der UVP EU-Richtlinien analysiert. Es erfolgt eine Analyse der derzeitigen rechtlichen Situation mit Fokus auf die ausgewählten Kriterien auf Ebene der europäischen Union (EU-Richtlinie) und auf Länderebene (Österreich und Deutschland).Ein wesentlicher Unterschied besteht darin, dass das UVP Verfahren in Deutschland kein eigenständiges Verfahren ist, sondern in ein Zulassungsverfahren, welches als Trägerverfahren fungiert, eingebettet ist. Ein Überarbeitungsbedarf des UVP-Verfahrens vor allem in den Punkten Screening, Scoping und der Alternativprüfung besteht in beiden Ländern. Lange Verfahrensdauer ergibt sich Großteils aufgrund der Unvollständigkeit der Einreichunterlagen. Daher würde vor allem ein effektiv geregeltes Scoping eine deutliche Verfahrensbeschleunigung und Qualitätssteigerung der Umweltprüfung bewirken. Aufgrund der lückenhaften strategischen Planungsebene ist die UVP mit Systemfragen überlastet. Dies führt beispielsweise zu einer mangelhaften Prüfung von Alternativen. Letztlich lässt diese Arbeit erkennen, dass sowohl das österreichische Gesetz zur UVP als auch das deutsche den Vorgaben der EU-Richtlinien entsprechen.

Beurteilende(r):
1.Mitwirkender:

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