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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Lisa-Marie Petje (2020): Impact of iron on allergic sensitization.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Analytische Chemie (DCH/AC), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 120. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Hintergrund: Weltweit leiden eine Milliarde Menschen an Allergien. Bis 2050 wird ein Anstieg auf 4 Milliarden erwartet. In Allergikern werden Faktoren wie Eisen-Mangel, mikrobielle Veränderungen ebenso wie eine erhöhte TH2-Zellen Produktion beschrieben. Genannte Faktoren können auch durch spezifische Ernährung beeinflusst werden. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Einfluss der Eisen-Exposition auf Immunzellen und vergleicht Ernährung, Blutparameter, Eisen-Status sowie die Konzentrationen von Metaboliten und Spurenelementen in Serum, Urin und Stuhlextrakten von allergischen und nicht allergischen Individuen. Methoden: Mittels Durchflusszytometrie und ELISA wurde der Einfluss von Eisen auf die apo (ungebunden) und die holo (gebunden als Komplex mit einem Flavonoid) von β-Lactoglobulin getestet. Die wöchentliche Eisenaufnahme von 55 Probanden wurde mittels Ernährungsfragebogen evaluiert. In Serum-, Urin- und Stuhlproben wurde eine Multi-Element Analyse mittels Induktiv gekoppeltes Plasma Sektorfeld Massenspektrometrie (ICP-SFMS) vorgenommen. Die resultierenden Elementdaten wurden mit den Blut-Parametern korreliert. Mit Hochleistungsflüssigkeitschromatographie-Flugzeitmassenspektrometrie (LC-TOFMS) wurde eine ungezielte Analyse von Serum-, Urin- und Stuhlproben durchgeführt. Resultate: Der Transport von Eisen durch holo β-Lactoglobulin hemmte die Antigen Präsentation und dadurch eine Aktivierung des Immunsystem. Allergiker und Nichtallergikern nahmen ähnlich viel an eisenhaltigen Lebensmittel zu sich, obwohl Allergiker einen signifikant niedrigeren Serum Eisen Spiegel (p=0.008) aufwiesen. Gleichzeitig wurde signifikant höhere Eisen-Werte in den Stuhlextrakten (p=0.039) festgestellt. Auch konnten Unterschiede in den Metaboliten von Serum, Urin und Stuhlextrakten nachgewiesen werden. Diese potentiellen Biomarker sollen in zukünftigen Analysen mittels LC-QTOFMS identifiziert werden.

Beurteilende*r: Hann Stephan

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