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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Darlington Besa (2020): Population genetic analysis of Oreochromis macrochir and O. mweruensis compared to O. niloticus inferred from microsatellite genotyping using next-generation sequencing.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Integrative Naturschutzforschung, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 129. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Oreochromis macrochir und O. mweruensis sind zwei wichtige Buntbarsche für die Fangfischerei und die Entwicklung der Aquakultur in Sambia. In sambischen Süßwassersystemen ist der Biomasseertrag, der hauptsächlich aus der Fangfischerei für die Art O. macrochir stammt, jedoch stark zurückgegangen, und die derzeitige Population von O. mweruensis ist unbekannt. In der Studie wurden 33 aus O. niloticus entwickelte Mikrosatelliten-DNA-Marker zur Amplifikation verwendet, um die populationsgenetische Struktur, die allelische Diversität und die Biogeographie von O. macrochir und O. mweruensis im gesamten natürlichen Verbreitungsbereich in sambischen Süßwassersystemen zu bewerten. Die Studie umfasste 276 Fische aus vier Seen und drei staatlichen Fischfarmen. Die Analyse der molekularen Varianz (AMOVA), der paarweisen FST-Werte, der modellbasierten Clusterbildung und der Hauptkoordinatenanalyse (PCoA) sowie der STRUKTUR-Analyse wurde durchgeführt, um die Populationen von O. macrochir und O. mweruensis anhand ihrer Differenzierung, Struktur und Diversität genetisch zu charakterisieren. Die Ergebnisse zeigten, dass die Arten aus den Wildpopulationen einen Überschuss an Heterozygoten aufwiesen und dass beide Arten ein hohes Maß an genetischer Vielfalt beibehielten und vier Clustergruppen bildeten. Abweichungen vom Hardy-Weinberg-Gleichgewicht (HWE) wurden über die Loci von fast allen Populationen beobachtet. Die Aquakulturpopulationen gruppierten sich eng mit den Populationen aus dem Mweru-See, was darauf hindeutet, dass die natürlichen Populationen die Quelle sind. Die höchste genetische Variation wurde in einzelnen Proben (57%) für O. macrochir und 65% in einzelnen Proben für O. mweruensis beobachtet. Die Populationsstruktur der Arten O. macrochir ergab eine unterschiedliche Population für den Bangweulu-See und den Kariba-See. Bei der Verbesserung der Aquakulturprogramme sollte bei der Rekrutierung von Fischgenetikbeständen aus der Wildnis in der selektiven Züchtung große Sorgfalt angewendet werden, um zu vermeiden, dass genetisches Material aus verschiedenen Populationen gemischt wird, ohne die genetische Zusammensetzung der Fischarten klar zu verstehen.

Beurteilende(r): Meimberg Harald
1.Mitwirkender: Tibihika Papius Dias
2.Mitwirkender: Cardoso Curto Manuel Antonio

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