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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Kevin Guggenberger (2020): Optimierung der Geschiebebewirtschaftung am Gimbach (Teil Wildbachsperren).
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Alpine Naturgefahren (IAN), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 103. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Der Rückhalt von Geschiebemassen, Wildholz und Muren in Wildbächen ist heutzutage eine immer größer werdende Herausforderung. Denn älter werdende Sperren, längere und stärkere Niederschläge in Folge des Klimawandels bilden ein größer werdendes Risiko für Wildbachverbauungen, Infrastruktur, Mensch und Natur. In Folge der starken Niederschlagsereignisse vom 12.August 2002 wurden, die meisten im Einzugsgebiet des Gimbaches befindlichen Wildbachverbauungen der WLV verlandet, einige umspült oder sogar zerstört. Besonders der Einfluss von eingetragenem Wildholz sorgte durch dessen dynamische Wirkung für unzählige Schäden. Speziell im Bereich der beiden Hauptsperren wurden nach dem Ereignis Ablagerungshöhen von bis zu 3 m gemessen. Die Stabilisierung des Gimbaches ist somit von großer Bedeutung, da dessen Geschiebemassen in den Frauenweißenbach münden und über das Wasserkraftwerk (Offensee I und II) weiter in die Traun. Um auch in Zukunft eine Bewirtschaftung des Gimbaches zu ermöglichen und sein Gefahrenpotential zu mindern sind neue Schutzbauwerke, bzw. Adaptierungen bestehender Bauwerke notwendig. In dieser Arbeit wird ein Ansatz vorgestellt, wie diese Bauwerke konstrukiert sein können, wo sie örtlich situiert werden und wie sie den Geschiebeeintrag regulieren können. Dem liegen sowohl CAD Pläne, ein abstrahiertes Gerinnesystem (AGS), ein Geschiebefrachtdiagramm (GFD) als auch die rechnerischen Ermittlungen der Erosions- und Akkumulationsvolumina zu Grunde.

Beurteilende(r): Hübl Johannes

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