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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Cordula Maria Theresia Gratzl (2004): Erosionsschutz oberhalb der Waldgrenze- Vergleich verschiedener Ansaatmethoden zur Begrünung von Hochlagen und Analyse der Erosionsflächenentwicklung mittels Lufbildinterpretation am Niederen Gernkogel/ Oberpinzgau/ Salzburg.
Diplomarbeit / Masterarbeit, BOKU-Universität für Bodenkultur. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
In den Alpen, insbesondere im Oberpinzgau (Salzburg), ist die massive Erosion oberhalb der Waldgrenze ein so großes Problem, dass Gegenmaßnahmen erforderlich sind. Eine dieser möglichen Maßnahmen ist die Ansaat von Gräsern und Kräutern. Gegenstand der Versuchsanlagen am Niederen Gernkogel/ Oberpinzgau/ Salzburg ist der Vergleich verschiedener Ansaatmethoden (verschiedene Mulchdecksaaten, Heublumensaat, Grasmulchsaat und Deckfruchtsaat), hinsichtlich ihrer Eignung zum Erosionsschutz. Als Methode dieser Arbeit kamen empirische Felduntersuchungen zur Anwendung. Es wurden unter anderem Erosionsmessungen, Vegetationsaufnahmen und photogrammetrische Auswertungen durchgeführt. Diese Diplomarbeit dokumentiert und vergleicht den Stand der Entwicklungen der einzelnen Ansaatmethoden in der Vegetationsperiode 2003. Sie basiert auf den Diplomarbeiten von Hartmuth REICH (2001), der im Sommer 2000 die Versuchsflächen angelegt und bis zum Ende der Vegetationsperiode 2001 betreut hat, und Florian MAYRHOFER (2003), der die Untersuchungen am Niederen Gernkogel in der Vegetationsperiode 2002 fortgeführt hat. Das Ergebnis der Untersuchungen war, dass die Varianten der Mulchdecksaaten trotz der extremen Witterungsbedingungen in diesem sehr heißen, sonnigen und relativ trockenen Sommer 2003 am Besten mit den Bedingungen zurecht gekommen sind. Wobei zu sagen ist, dass innerhalb dieser die Heumulchdecksaaten besser sind als die Decksaaten mit Stroh. Als eher ungeeignet erwiesen sich die Grasmulchsaaten und die Deckfruchtsaat. Dies deckt sich mit den Ergebnissen von REICH und MAYRHOFER. Die photogrammetrische Analyse hat leichte Tendenzen zur Verschlechterung bzw. Tendenzen zur Erosionsflächenwanderung aufgrund sehr instabiler Untergrundverhältnisse ergeben. Jedoch waren diese weit weniger dramatisch als befürchtet. Die generelle Schlussfolgerung der Untersuchung ist, dass jede Ansaatmethode den Bodenabtrag in der vierten Vegetationsperiode, gegenüber Flächen auf denen nichts unternommen wurde, um mehr als 50% reduziert hat.

Beurteilende(r): Florineth Florin

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