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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Lukas Kalcher (2004): Evaluation of cucumber genotypes by backcross celection which improve inheritance of resistance to pseudoperonospora cubensis in cucumis sativus L..
Diplomarbeit / Masterarbeit, BOKU-Universität für Bodenkultur. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Über 10 % der weltweiten landwirtschaftlichen Produktion werden aufgrund von Pflanzenkrankheiten zerstört. Bedingt durch die starke Zunahme der Weltbevölkerung von 5,8 Milliarden Menschen (1998) auf etwa 8 Milliarden Menschen im Jahr 2020 ist es besonders wichtig, diesen Verlusten vorzubeugen. Erkennungsmerkmale von Peronospora sind kleine, blasse, unregelmäßige gelbe bis hellgelbe oder durchsichtige Flächen, die auf der Blattoberfläche - von den Blattadern abgegrenzt - in Erscheinung treten. Die Blattfarbe wirkt dabei meist weniger frisch. Veränderungen des Gewebes treten anfangs an den älteren Kronenblättern auf und breiten sich mit fortschreitendem Krankheitsverlauf schließlich auch auf die jüngeren Blätter aus. Auf der Blattunterseite ist das flaumige Wachstum der Pilzsporen erkennbar. Das Ziel dieses Projektes, durchgeführt am T.E.I. ¿ Irakliou (Griechenland), Institut für Genetik, lag darin, durch Rückkreuzung von Cucumis sativus bessere Resistenzen bei Gurken gegen Pseudoperonospora cubensis zu finden. Dies ist eine einfache, wirtschaftliche, wirksame sowie umweltgerechte Möglichkeit der Krankheitsbekämpfung, um die Umwelt möglichst frei von Bekämpfungsmitteln zu halten. Dabei wurden fünf verschiedene Linien von Cucumis sativus, deren Elterngenerationen bereits gute Ergebnisse in bezug auf Resistenzen gegenüber P. cubensis erzielt hatten, im Glashaus ausgepflanzt. Diese wurden zwei Monate nach der Pflanzung unter idealen Wachstumsbedingungen für Mehltaupilze (Feuchtigkeit, Temperatur, Licht,...) beimpft. Anschließend wurde die Entwicklung des Mehltaus sowie der Zustand der Pflanzen und deren Resistenz kontinuierlich beobachtet. Nach erfolgreicher Beimpfung der Testreihen wurde zwei Wochen später der Schaden in % der gesamten Blattfläche geschätzt. Die resistenzstärkste Art hatte nur 3,7 % zu verzeichnen, während die weniger resistenzstarken Arten bis maximal 20,3 % geschädigtes Blattmaterial vorzuzeigen hatten. Eine sechste Art, die gegenüber P. cubensis sehr anfällig ist, verzeichnete 81 % geschädigtes Blattmaterial auf. - Dies war der Beweis einer erfolgreichen Beimpfung mit dem Pilz und zeigte zusätzlich die relativ gute Resistenz der anderen Arten.

Beurteilende(r): Jezik Karoline

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