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Gewählte Dissertation:

Nahed Ghuneim (2004): Optimierung des Wassereinsatzes in Bezug auf Landwirtschaftliche Erträge im Gaza-Streifen/Palästina am Beispiel der Erdbeere.
Dissertation, BOKU-Universität für Bodenkultur. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Der Nahe Osten gehört zu den wasserärmsten Regionen der Welt. Die Palästinenser im Westjordanland und Gazastreifen verfügen gar nur über 100 Kubikmeter Wasser pro Kopf pro Jahr. Dabei ist allerdings zu bedenken, dass der Trinkwasserbedarf nur der kleinste Teil des Verbrauchs ausmacht. Größter Verbraucher ist in dieser Region, dem Nahen Osten, die Landwirtschaft. Auch im Erdbeeranbau, der nun im Gazastreifen verstärkt betrieben wird, drückt sich der Wassermangel in den Kosten für das Bewässerungswasser aus. Im Rahmen dieser Arbeit sollte daher im Feldversuch untersucht werden ob statt mit drei Schläuchen pro Pflanzbeet mit 4,6 l/h pro Tropfdüse, mit nur zwei Schläuchen mit 4,6 l/h oder gar nur mit 3,75 l/h oder 2,3 l/h pro Tropfdüse bewässert werden kann, ohne Ertragseinbußen hinnehmen zu müssen. Dabei zeichnete sich ab, dass zwei Schläuche bestückt mit 2,3 l/h Düsen völlig ausreichend sind. Es kommt dabei zu keinen nennenswerten Ertragseinbußen (diese belaufen sich maximal auf 7,8%); gleichzeitig lässt sich aber der Gewinn maximieren (mit einem Anstieg von bis zu 53%, da sich die Produktionskosten durch das eingesparte Wasser und den Diesel für die Pumpe erheblich senken. Bei der Anordnung mit drei Schläuchen mit 4,6 l/h Düsen würde sich der Erdbeeranbau eigentlich gar nicht mehr rechnen.


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