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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Silke Neff (2006): EVALUATION OF PROTEINS BINDING TO IN SITU SYNTHESIZED PEPTIDES: Comparison to Biomicrochips.
Diplomarbeit / Masterarbeit, BOKU-Universität für Bodenkultur. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Der Einsatz von kombinatorischen Peptidlibraries zum Screening von Peptiden, die wiederum als Medikament, Affinitätligand oder auch Enzyminhibitor eingesetzt werden, ist äußerst populär. Derartige Libraries wurden bereits erfolgreich zur Untersuchung von Peptid/Peptid -, Peptide/DNS - und Peptid/Metall - Interaktionen eingesetzt. Bis heute wurden kombinatorische Peptidlibraries auf Zellulosemembranen in situ synthetisiert, was allerdings zu einigen Schwierigkeiten führt. Das großartige Potential der Peptidlibraries wird geschwächt, weil die Produktion nicht nur zeitintensiv, sondern auch teuer ist, da große Mengen an Chemikalien und Lösungsmitteln benötigt werden. Aus diesem Grund werden Membranen oft mehrmals verwendet. Nach dem Regenerieren der Membranen ist ihre Qualität allerdings oft fragwürdig. Das Hauptproblem der Peptidlibraries auf Zellulosemembranen ist ihre Größe, da dadurch auch große Mengen an Probe benötigt werden. Im Fall von humanen Blutproben oder Körpersekreten ist das Volumen der Probe selbst jedoch stark limitiert. Derartige Probleme könnten durch den Einsatz von Peptidlibraries auf Mikrochips gelöst werden. Diese können mit Mikroarray - Techniken relativ kostengünstig im extrem kleinen Format produziert werden. In dieser Arbeit wurden Vorarbeiten zur Entwicklung von Peptidlibraries auf Mikrochips durchgeführt. Da das quantitative Verständnis für Interaktionen zwischen Peptiden und Proteinen recht bescheiden ist, wurden Modellpeptide mit einer Affinität zu Modellproteinen in situ auf Zellulose synthetisiert und Bindungsassays durchgeführt. Ziel war es herauszufinden, wie gut Protein/Peptid Interaktionen untereinander verglichen werden können. Ein weiteres Ziel war es Biomoleküle wie Proteine und Peptide auf Mikrochips zu immobilisieren. Hierfür wurden mehrere Strategien überprüft. Die Experimente zeigten, dass insbesondere amino - beschichtete Mikrochips, die mit Succinsäureanhydrid und Carbonyldiimidazol aktiviert worden waren, sich für die Immobilisierung von Proteinen eignen. Weiters wurde festgestellt, dass zur Immobilisierung von Peptiden die angewandten Strategien noch weiter modifiziert werden müssen.

Beurteilende(r): Jungbauer Alois

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