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Gewählte Dissertation:

Christian Pecharda (2008): Gemeinsame Nutzung von Verkehrsflächen durch öffentlichen Verkehr und Radverkehr.
Dissertation, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 262. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Radverkehr und öffentlicher Verkehr sind zwei Verkehrsmodi, die in Städten eine Alternative zum Kfz darstellen. Enger Straßenraum könnte innerorts von Radverkehr und öffentlichem Verkehr gemeinsam effizienter genutzt werden als getrennt. Um herauszufinden, wovon hier Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit des Radverkehrs beeinflusst werden, wurden verkehrstechnische und sozialwissenschaftliche Methoden angewandt. Aus den Erkenntnissen der qualitativen Untersuchung (Experteninterviews, Fokusgruppeninterviews, qualitative Beobachtung) wurden die Hypothesen zu den Zusammenhängen zwischen den Merkmalen der Untersuchungsstellen und der Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs aufgestellt. Die quantitative Untersuchung (Befragung und Videoeobachtung vor Ort) zur Überprüfung der Hypothesen lieferte die Grundlagen für Regressionsmodelle, mit denen Richtwerte für relevante Merkmale der gemeinsam genutzten Verkehrsflächen erstellt werden konnten. Die Ergebnisse der Befragung zeigten, dass Radfahrer Fahrbahnen mit Schienen als Route wählen, wenn sie den kürzesten Weg zur Erreichung regelmäßiger Ziele (Arbeit, Ausbildung, Versorgung) darstellen. Mit ausreichender Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit kann Radverkehr gemeinsam mit Straßenbahnen auf Fahrbahnen mit Schienen geführt werden, wenn der Fahrstreifen mindestens 4,00 m breit ist, die mittlere Kfz-Geschwindigkeit maximal 40 km/h beträgt, die Kfz-Verkehrsstärke 400 Kfz/h und die ÖV-Verkehrsstärke 15 ÖV/h nicht übersteigt. Auf den Radverkehr sollte mit Radfahrer-Piktogrammen auf der Fahrbahn aufmerksam gemacht werden.


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