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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Johannes Mayer (2006): Einfluss unterschiedlicher Kalidüngermengen und Kalidüngerformen auf Ertrag und ausgewählte Qualitätsparameter bei der Kartoffel.
Diplomarbeit / Masterarbeit, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 146. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Im Kartoffelanbau kam es weltweit zu einer starken Verminderung der Anbaufläche. Aufgrund der zahlreichen unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten sind die Qualitätsanforderungen vielfältig und hoch, teilweise sogar entgegengesetzt. Im hohen Ausmaß wird die Qualiät der Knollen durch die Düngung beeinflusst. Am Trockenstandort Großmugl, in Niederösterreich, im westlichen Weinviertel, wurden 2005, aufbauend auf den Ergebnissen einer mehrfaktoriellen Versuchsanlage, die Auswirkungen einer unterschiedlichen Kaliumdüngung auf Ertrag und Qualität bei Speise- und Stärkekartoffeln beurteilt. Faktor A waren vier unterschiedliche Kaliumdüngermengen (0 bis 400kg K2O), zwei Kaliumdüngerformen (Chlorid und Sulfat) und drei Düngungszeitpunkte (Herbst und Frühjahr). Faktor zwei Sorten, (Speise- und Stärkekartoffel) und Faktor C eine ergänzende Stickstoffdüngung in der Höhe von 50 kg N/ha. Der Boden des Versuchsstandortes ist ein Tschernosem aus Löß mit mittlerem Humusgehalt. Die Versorgungsstufe bei Kalium war C (ausreichend). Im Krautwachstum wurden bis Blühbeginn optisch keine Unterschiede sichtbar. In den Blättern kam es bei den höheren Kaliumdüngermengen in der Tendenz zu einem höheren Kaliumgehalt. Zwischen den Sorten gab es signifikante Unterschiede. Zur Ernte war die Krautmenge der mit höheren Kaliummengen gedüngten Pflanzen tendenziell schwerer. Bei steigender Kaliumdüngermenge kam es am Standort zu tendenziell höheren Knollenerträgen. Eine Düngung in chloridischer Form wirkte sich nicht negativ auf den Knollenertrag aus. Die zusätzliche Stickstoffdüngung ergab keine meßbare Ertragsveränderung. Bei steigendem Kaliumdüngerangebot kam es in der Tendenz zu einer Verminderung des Stärkegehaltes. Die chloridisch gedüngten Varianten wiesen einen niedrigeren, die mit sulfatischem Kalium gedüngten Varianten einen höheren Stärkegehalt auf. Die zusätzliche Stickstoffdüngung führte zu einer Verminderung des Stärkegehaltes. Der Elementgehalt von K, P, Ca, Mg, Mn, Cu, Zn und Fe in den Knollen wurde durch die unterschiedliche Stickstoffdüngung stärker als durch die steigende Kaliumdüngermenge beeinflußt. Auch zwischen Herbst- und Frühjahrsdüngung gab es keine messbaren Unterschiede.

Beurteilende(r): Liebhard Peter

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