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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Cornelia Strasser (2007): Die Querungssicherheit von Kindern bei Parkanlagen mit Spielplätzen in Wien.
Diplomarbeit / Masterarbeit, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 152. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Es werden Probleme/Erschwernisse in der Querungssicherheit von Kindern aufgewiesen und Mindeststandards an Maßnahmen und Gestaltungen von kindgerechten bzw. kindersicheren Querungsstellen erläutert. Viele entwicklungspsychologische Fähigkeiten sind bei Kindern noch nicht oder erst unvollständig ausgebildet. Diese Tatsache und Besonderheiten kindtypischer Verhaltensweisen sind dafür verantwortlich, dass sich Kinder oft noch nicht verkehrssicher verhalten. Die kindliche Perspektive unterscheidet sich aufgrund ihrer Körpergroße wesentlich von jener der Erwachsenen. Außerdem wissen Kinder auch oft nicht, dass sie infolgedessen von anderen Verkehrsteilnehmern viel schlechter gesehen und viel leichter von parkenden Fahrzeugen, Objekten, Bäumen etc. verdeckt werden können. Ebenso wichtig für die Querungssicherheit von Kindern sind auch die Verhaltensweisen der Fahrzeuglenker. Einerseits sind die Informationsaufnahme und die Reaktionsfähigkeit des Lenkers von entscheidender Bedeutung, andererseits kann sich die Fahrgeschwindigkeit maßgeblich auf Art und Schwere der Verletzungen im Falle einer Kollision auswirken. Die für diese Arbeit herangezogenen Parkanlagen bzw. Querungsstellen sind das Resultat eines Vergleichs zwischen den rund 500 Parkanlagen mit Spielplätzen Wiens und jenen Unfallstellen, bei denen sich im Zeitraum von 2000 bis 2004, also innerhalb von 5 Jahren, mindestens 2 Fußgängerunfälle mit verunglückten Kindern ereignet haben. Das Resultat ergab lediglich 12 Parkanlagen, die betroffenen Querungsstellen und die Unfälle wurden detailliert analysiert und beschrieben und daraus jeweils geeignete Maßnahmen als Vorschläge ausgearbeitet. Die Bilanz bisheriger Untersuchungen sowie die Analyse der Parkanlagen haben ergeben, dass Querungshilfen, die ausreichende Sichtweiten gewährleisten (Gehsteigvorziehungen), in Kombination mit Maßnahmen der Geschwindigkeitsreduktion (Fahrbahnanhebungen) die besten Auswirkungen auf die Erhöhung der Querungssicherheit für Kinder haben.

Beurteilende(r):

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