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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Marion Barbara Brunner (2007): Determination of geographical origin of agricultural products via isotopic and elemental analyses by Inductively coupled plasma mass spectrometry (ICP-MS) on the example of Asparagus officinalis.
Diplomarbeit / Masterarbeit, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 89. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Authentifizierung und Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln sind in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gekommen, nachdem die Europäische Union im Jahr 2002 die Richtline Nr. 178/2002 herausgegeben hat. Diese Magisterarbeit beschäftigt sich mit der Bestimmung des geografischen Ursprungs von Asparagus officinalis. Die Spargelproben kommen aus Peru, Thailand, Österreich, Ungarn, Slowakei, Niederlande und Deutschland. Das Ziel ist es, den geografischen Ursprung dieser Spargelproben über Elementanalyse, Schwefel- und Strontiumisotopenverhältnisse mittels MC-ICP-MS zu bestimmen. Das Hauptaugenmerk liegt bei der Unterscheidung des Marchfelder Spargels von den anderen Herkunftsländern. Es wurde auch neben dem Isotopen- auch ein Elementmuster im Spargel erstellt. Zusätzlich wurden Bodenproben vom Marchfeld gezogen, um die Strontiumquelle möglichst gut zu definieren. Dafür wurde die lösliche Fraktion mit dem total aufgeschlossenen Boden verglichen. Die Messungen der 87Sr/86Sr Isotopenverhältnisse erforderte eine Optimierung der Rubidium/Strontiumtrennungsmethode, um eine präzise Isotopenmessung ermöglichen zu können, da 87Rb eine isobare Interferenz auf 87Sr verursacht. Darüber hinaus wurde eine Methode zur Schwefelisotopenmessungen mittels MC-ICP-MS entwickelt. Die Analyse der Schwefelisotopenverhältnisse zeigte eine Möglichkeit, Spargelproben aus unterschiedlichen Regionen voneinander unterscheiden zu können. Die Elementenanalyse beinhaltet folgende Elemente: Bor, Kalzium, Rubidium, Strontium, Blei und Uran. Die Analyse diente dazu, potentielle Isotope für die Herkunftsbestimmung zu suchen. In weiterer Folge wurde mit diesen Daten ein Elementmuster erstellt. Die Ergebnisse bestätigen, dass eine Methodenkombination eine Unterscheidung nach Regionen bzw. Ländern möglich mache. Der österreichische Marchfelder Spargel ist eindeutig von den ungarischen Spargelproben und im Falle der slowakischen Proben mit 95%iger Wahrscheinlichkeit zu unterscheiden.

Beurteilende(r): Prohaska Thomas

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