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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Mario Klopf (2007): Abschätzung der Totholzentwicklung im Nationalpark Kalkalpen.
Diplomarbeit / Masterarbeit, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 77. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Totholz ist ein wesentlicher Faktor in Waldökosystemen, dessen Menge Schlüsse auf die Naturnähe der betrachteten Wälder zulässt. Das Untersuchungsgebiet dieser Arbeit ist der Nationalpark Kalkalpen, ein über Jahrhunderte intensiv genutztes Waldgebiet. Die zentrale Frage, der in dieser Arbeit nachgegangen wird ist, ob sich der Nationalpark im Hinblick auf Totholz in eine "naturnähere" Richtung entwickelt. Mit der "Naturrauminventur Nationalpark Kalkalpen" liegt ein Werkzeug vor, dass Daten liefert, mit der diese Frage geklärt werden kann. Die vorliegende Arbeit hat zwei Ziele: Zum einen wurde untersucht, ob seit Errichtung des Nationalparks bereits Veränderungen in der Totholzmenge eingetreten sind. Zum anderen wurde eine Prognose abgegeben, wie sich die Totholzsituation in Zukunft entwickeln könnte. Durch Analyse der Inventurdaten konnte festgestellt werden, dass sich die Totholzmenge von 16,2 fm/ha in der Aufnahmeperiode 1994 bis 1996 auf 20,6 fm/ha in der Periode 2004/2005 erhöht hat. Auch der Vorrat an lebendem Holz hat sich im Beobachtungszeitraum erhöht: von 245 auf 283 fm/ha. Für die Prognose der zukünftigen Totholzsituation waren kumulierte Mortalitäten nötig, die mit dem Einzelbaumwachstumsmodell MOSESbatch (Version MOSESbatch Kreis) errechnet wurden. Um aus diesen Mortalitäten die Totholzmenge schätzen zu können, waren noch Annahmen zu den Abbauprozessen zu treffen. Es wurden zwei verschiedene Ansätze über den Ablauf des Holzabbaues (Volumsverlust) und zwei verschiedene Geschwindigkeiten gewählt. Bei Annahme von schnellem Abbau verminderte sich die Totholzmenge, bei langsamem erhöhte sie sich. Um ausgehend von der Mortalität die zukünftige Totholzmenge zuverlässig schätzen zu können, ist eine Studie über den Verlauf und die Geschwindigkeit des Holzabbaus nötig.

Beurteilende(r): Hasenauer Hubert

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