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Gewählte Dissertation:

Daniela Maria Gimplinger (2007): Crop density effects on yield and grain quality and analysis of crop growth in grain amaranth (Amaranthus spp.).
Dissertation, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 75. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Körneramarant ist eine Nischenfrucht mit wertvollen Korninhaltsstoffen. Ziel der Arbeit war es, die am besten geeignete Bestandesdichte zu bestimmen sowie Wachstum und Ertragsbildung anhand des Modells LINTUL zu analysieren. In einem Feldversuch über vier Jahre wurden regional angepasste Genotypen (A. cruentus, A. hypochondriacus) in Bestandesdichten von 8 bis 140 Pflanzen pro m² angelegt. Der von Hand geerntete Kornertrag betrug zwischen 2200 und 3000 kg (TM) pro ha. Der Kornertrag ging mit steigender Dichte zurück, während die Gesamtbiomasse nicht beeinflusst wurde. Die durchschnittlichen Druscherträge beliefen sich auf 1600 bis 2600 kg (TM) pro ha. Die Bestandesdichte hatte keinen Einfluss auf den Druschertrag. Pflanzen in dichten Beständen, die sich durch dünne Stängel und wenig Verzweigungen auszeichneten, erleichterten die maschinelle Ernte und verringerten die Druschverluste. Eine Bestandesdichte von mehr als 50 Pflanzen pro m² war daher am besten für den Mähdrusch geeignet. Qualitätsmerkmale wurden von der Bestandesdichte nicht beeinflusst. Es zeigten sich aber deutliche Unterschiede zwischen den Genotypen. Das Tausendkorngewicht schwankte zwischen 0,55 und 1,04 g (TM). Der Rohproteingehalt lag zwischen 15,2 und 18,6% (N x 6,25), der Rohfettgehalt zwischen 5,4 und 8,6%. Die frühreifen Zuchtstämme zeichneten sich nicht nur durch eine niedrigere Kornfeuchte, sondern auch durch eine bessere Keimfähigkeit und eine geringere mikrobielle Belastung aus. Das Modell LINTUL simulierte die Biomasseproduktion im Zeitablauf zufrieden stellend, ebenso den Kornertrag bei der Ernte. Der steile Ertragsanstieg zu Beginn der Kornbildung wurde allerdings unterschätzt, während die gebildete Blattfläche überschätzt wurde. Die errechnete Lichtnutzungseffizienz für Amarant (2,5 bis 2,8 g pro MJ) ist niedrig im Vergleich zu Mais oder gängigen Getreidearten.


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