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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Karin Koenig (2008): Assessment of isotopic signatures of "nuclear" and concomitant elements in environmental and human samples by ICP-MS.
Diplomarbeit / Masterarbeit, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 88. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
In dieser Arbeit wurden nukleare Aktivitäten in drei aktuellen Fragestellungen durch Herkunftsbestimmungen mittels Isotopensignaturen verfolgt. Zunächst wurden Urin und Haare eines österreichischen UNO-Soldaten nach einer möglichen Uranvergiftung mittels ICP-Q-MS untersucht. Die Werte im Urin waren nicht hoch genug, um eine Kontamination festzustellen. Jedoch wurde ein hoher Hintergrund in den Blanks gemessen, der von ubiquitären natürlichen Uranquellen stammt. Auch bei den mit LA-ICP-MS untersuchten Haaren konnte keine Kontamination beobachtet werden. Zweitens wurde in Schilddrüsen aus Operationen an Weißrussen zweier Regionen Blei und Uran bestimmt, um herauszufinden, ob eine Belastung durch den Reaktorunfall von Tschernobyl festgestellt werden kann. Die Konzentrationen und Isotopenverhältnisse wurden mit einem SF-ICP-MS bzw. einem MC-ICP-MS gemessen. Durch die Konzentrationen konnten die Regionen unterschieden werden. Die Schilddrüsen enthielten mehr Blei als Uran. Die Verhältnisse 208Pb/206Pb und 207Pb/206Pb der Bodenproben aus der Nähe von Tschernobyl stimmten mit dem Mittelwert von Hauptproduktionsstätten von Blei der ehemaligen UdSSR gut überein. Die Schilddrüsen aus dem Süden von Weißrußland zeigten Werte nahe der Bodenproben. Zuletzt wurde versucht, eine Methode für die Messung von Mikropartikeln mittels LA-MC-ICP-MS für die Überwachung der nuklearen Sicherheit zu entwickeln. Es wurden dafür Uranoxidpartikel mit zertifizierter Isotopenzusammensetzung auf Graphit-, Silizium- und CA-unterlagen untersucht. Die Verhältnisse 235U/238U, 236U/235U und 234U/238U konnten gemessen werden. Die Methode wurde jedoch durch die Befestigung der Teilchen auf der jeweiligen Unterlage begrenzt. Bewertung und gegenwärtige Grenzen der angewendeten analytischen Technik werden in dieser Arbeit erörtert.

Beurteilende(r): Prohaska Thomas

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